"Euro-Umstellung"

 
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Umbau-Variante: 20cent statt 5DM

Stand: 17.01.2016

Ziel: gespielt wird nur mit 20cent-Münzen. Für jede eingeworfene Münze bucht der Automat 5DM auf. Ausgeworfen werden ebenfalls nur 20cent-Münzen, und zwar statt jeder Sorte die der Automat gerade auszahlen will. (Z.B. 8,20 DM = 5+2+1+01+01 = 5 Münzen)

Der Umbau ist relativ einfach in Heimarbeit möglich bei: Mit einer sehr kleinen Selbstbau-Schaltung funktioniert dies auch bei Einige gute Gründe für diese Lösung:
  • 20cent sind zur Zeit die billigsten Münzen mit noch akzeptabler Größe und Gewicht
  • der Umbau zerstört nichts und ist jederzeit wieder rückbaubar in den Originalzustand
  • der Einwurf bleibt zuverlässig wie bisher, die Sperrmagneten (bei mech. MP) und die Münzentstörung (bei mech. MP) sind weiter in Funktion
  • die Auszahlung ist gewährleistet wie bisher: nutzt man z.B. die 1DM-Röhre für die 20cent-Münzen dann lassen sich damit ca. 100 Münzen = ca. 500 DM auszahlen. Das entspricht in etwa dem Gesamtbetrag der vorher in DM in allen Röhren zusammen zur Auszahlung vorgehalten wurde
  • es liegt damit auch deutlich weniger Bargeld im Gerät dumm herum: statt vorher ca. 500 DM=250 Euro pro Gerät danach nur 100 x 20cent = 20 Euro
  • es sind weniger Griffe in die Kasse nötig: da alle Münzsorten als 20cent ausgezahlt werden erhält man immer etwas "neues Spielgeld" zurück, z.B. Auszahlung von 20Pf = 2 Münzen = 10DM
  • der Umbau ist einfach und z.B. bei Crown's in ca. 30 Min. erledigt

Der Umbau im Detail am Beispiel "Crown 1984 mit mech. MP":

Bei Einwurf durchläuft die Münze den mech. Münzprüfer (nur Prüfung) und dann die Lichtschrankeneinheit (Aufzählung) und fällt dann in die Röhre. D.h. hier sind zunächst 2 Schritte notwendig:

1. Umbau des mech. MP, so das 20cent aus 1DM-Ausgang herausfallen:

Die zweite Wippe von oben lenkt die 1DM nach rechts zum 1DM-Ausgang. Damit 20cent hier nicht hängenbleiben wird Sie genauso entfernt wie die Feder darunter (Spengring lösen, Wippe herausnehmen/Schraube links unten lösen, Feder herausnehmen). Entfernte Teile Sammeln und in das Gerät legen für einen ev. späteren Rückbau!



Um innen die 20cent zum 1DM-Ausgang abzulenken (Richtung Magnet, was vorher die entfernte Wippe gemacht hat) kann man ein kleines Stück Fensterdichtungsband oder wie hier im Bild selbstklebenden Filz (der dunkle Streifen im Bild) in die Klappe einkleben :



Damit sollten nun eingeworfene 20cent immer rechts aus dem 1DM-Ausgang herausfallen.

2. Umbau der Lichtschrankeneinheit, so das die Münzen richtung 1DM-Röhre als 5DM aufgezählt werden:

Mit Münzerkennung 82029 (bzw. alle mit einer normalen 24V-Birne an der Seite):
Im zehnpoligen Kabel (Stecker 42 - Stecker 39) von der Lichtschrankeneinheit zu der seitlich befestigten Platine die beiden mittleren Adern gegeneinander tauschen (d.h. 5 mit 6 verbinden und 6 mit 5 verbinden). Im Stecker ist das ohne Spezialwerkzeug schwierig, einfacher ist es das Kabel in der Mitte aufzutrennen und die beiden Adern kreuzweise zu verlöten und dann wieder zu isolieren.
Damit wird nun jede Münze als 1DM aufgezählt.
Etwas neuere Geräte mit Lichtschrankenplatine (ab?) 85020 versuchen die Münzen in der Mischung auszuzahlen wie sie eingeworfen wurden, d.h. wurden überwiegend 1DM eingeworfen zahlt das Gerät auch (fast) nur 1DM-Münzen aus. Diese Münzsortenerkennung erfolgt über eine zweite Lichtschranke. Deshalb müssen (nur!) bei Geräten mit dieser Platine in dem Kabel auch noch die Adern 3 und 8 kreuzweise getauscht werden (d.h. 3 mit 8 verbinden und 8 mit 3 verbinden).

Mit Münzerkennung 84022:
Im 10poligen Kabel (von dem MSE = Kasten mit den Füllstand-LEDs aus gesehen) jeweils 4 mit 8 und 5 mit 9 tauschen. Achtung: je nachdem wie herum das Kabel gesteckt ist, ist die schwarze Ader Nr. 1 oder Nr. 10. Deshalb am MSE nachsehen, die Buchse dort ist wie folgt nummeriert:


Das folgende Bild zeigt wie das z.B bei einem Gerät mit 85020 dann aussehen kann:



3. Auszahlung: alle Sorten aus der 1DM-Röhre auswerfen:

Die Auswerfer werden über Masse angesteuert, d.h. die +24V liegen dort immer an allen an (rote Kabel). Die jeweils andere Leitung am Auswerfer muß man ablöten und alle 4 über jeweils eine Diode auf den 1DM-Auswerfer leiten. Ich mache das immer "freifliegend" (s. Bild) und fixiere die Kabel/Dioden dann aneinander mit Kabelbindern so das keine Lötstelle irgendwo an das Blech kommt. Auch der Abstand zur Auswerfer-Abdeckung (sofern noch vorhanden) ist ausreichend/gefahrlos.



Die Richtung der Dioden zeigt vom Auswerfer weg! Die Dioden sind Standard-Sperrdioden, sollten aber einige Ampere abkönnen, so ein Auswerfer braucht ja etwas Power. In dem Gerät im Bild habe ich z.B. BY550-400 verwendet.

4. Alle nicht mehr genutzen Röhren auf Voll setzen:

Alle Röhren (außer 1DM) herausnehmen und den Schalter dahinter geeignet festbinden (Bindedraht oder Kabelbinder) so das er immer geschlossen ist.

Nach dem Befüllen der 1DM-Röhre (die anderen bleiben ja ab jetzt leer) einmal für das Programm die "Röhren auf voll setzen": Drehschalter in Stellung 1, Reset-Taste, Rückgabetaste drücken, Drehschalter wieder auf 0. Macht man das nicht, kann es sein, das das Gerät in zu kleiner Wechselung auszahlt, z.B. bei 10DM statt zwei Münzen (5er) dann 10 Münzen (Einer) auswirft. 5. In seltenen Fällen...

Bei einigen meiner diversen Crowns gab es dann ab und zu nach Münzeinwurf Alarm obwohl die Münze hörbar korrekt in die Röhre gefallen war. Das lag daran, das die obere der zwei Lichtschranken nicht sauber unterbrochen wurde weil der Durchmesser der 20cent kleiner ist als bei 1DM, und die Münze (in seltenen Fällen) an der Lichtschranke vorbeilief. Als Abhilfe habe ich oben an der Lichtschrankeneinheit beim Einlauf der 1DM einen dicken Draht linksbündig im Schacht befestigt (als "U" gebogen und 'reingehängt, z.B. wie bei "20cent" bei Crown-1994 mit p.EMP, unterstes Bild dort) und damit den Schacht etwas schmaler gemacht. Seitdem läuft das auch bei diesen Geräten absolut störungsfrei.


Der Umbau im Detail am Beispiel " Bergmann "1984 mit elektronischem MP":

Bei den Crowns Typ "1984" mit elektronischem MP ist sowohl die Lichtschrankeneinheit, wie auch die Fadenfalle ganz oben außer Funktion (= keine Elektronik mehr eingebaut). Diese Aufgaben erledigte hier der elektronische Münzprüfer so nebenbei. Als EMP ist meist ein G18 verbaut.

Ziel des Umbaus: Die 20cent-Münzen sollen in die 1DM-Röhre fallen, aber als 5DM gezählt werden
  • Der Münzprüfer dient dann nur noch als Plastik-Kanal: Die Sperrklappe so feststellen, das die Münzen in Richtung Sortierklappe fallen. Die Sortierklappe so feststellen, das jede Münze über den 1DM-Ausgang herauskommt. Im Bild habe ich das mit den 2 roten Kabelbindern gemacht. Das zerstört/verändert nichts, wenn man später den EMP doch wieder nutzen möchte, muß man nur die kabelbinder wieder herausknipsen. Um da 'ranzukommen muß man z.B. bei dem G18 das Blech abnehmen ( 1 Schraube) und darunter nochmals ein Plastikteil abschrauben (2 Schrauben). Die Sperrklappe ist hier die obere (mit den Löchern), die muß mgl. ganz auf sein, die Sortierklappe ist untere, die muß für 1DM mgl. weit nach oben zeigen.



    Das Kabel am Münzprüfer abgezogen lassen.

  • Als Ersatz für das Signal vom EMP kann man leider nicht einfach einen mechanischen Federschalter nehmen: Durch das Prellen, und/oder vielleicht auch durch eine zu lange Signaldauer(?), wird dann pro Münze immer mehrfach 5DM aufgebucht. Außerdem fehlt dann die Münzsperre, und wenn man zufällig eine Münze einwirft, wenn der Einwurf eigendlich gesperrt hat, geht das Gerät auf Alarm.

    Da muß man also etwas mehr Aufwand betreiben, z.B. in Form einer eigenen kleinen "Münzlichtschranken"-Schaltung:



    Die Lichtschranke besteht aus einer immer leuchtenden LED und einer Photodiode. Ich habe die aus einer alten PC-Maus mit Kugel ausgelötet, daher ist das bei mir eine IR-LED und -Photodiode. (Eine Typ-Bezeichnung steht dort nicht 'drauf, man sollte da aber so ziemlich jedes LED-Photodioden-Paar nehmen können.) Der 2,2k Widerstand begrenzt den Strom zur LED. Als Begrenzungswiderstand der Photodiode dienen die im ULN2003A eingebauten Widerstände (effektiv größer als 3,5k, gestrichekt angedeutet im Bild).
    Die Beschaltung des ULN2003 ist praktisch eine logische "UND"-Verknüpfung: Nur wenn eine Münze die Lichtschranke unterbricht UND die Sperre NICHT gesetzt ist, geht das 5DM-Münzsignal auf Masse.
    Die Sperrleitung an Pin 6 liegt im Automaten normal auf 5V, bei Sperre auf 0V.
    Unterbricht eine Münze die Lichtschranke, geht die Photodiode unten/der obere Eingang des ULN auf 0V. Nur wenn die Sperre dann aus ist, wird der obere Ausgang rechts dann auf 5V gezogen, und damit der Münzsignal-Ausgang auf 0V. Die größe des Widerstands rechts ist relativ egal, mit irgendeinem Wert zwischen 1k und 15k sollte das funktionieren.

    Das EMP-Kabel hat folgende Buchse:



    Pin1 ist die rote Ader im Kabel und ist an der Buchse meist zusätzlich mit einem Pfeil gekennzeichnet. Ich messe das sicherheitshalber immer nach: zwischen Pin-8 und Pin-16 liegen 24V.

    Die Schaltung habe ich z.B. auf einer kleinen Lochrasterplatine aufgebaut, mit LED und Photodiode an etwas längeren Drähten. Die Platine habe ich dann oben am durchsichtigen Einwurfplastikteil befestigt und LED und Photodiode dort auch links und rechts vom Münzweg. Gut geht das z.B. im hinteren Bereich, wo sowieso Schlitze für die Fadenfalle vorhanden sind. Das Kabel, das eigendlich zum EMP geht, ist lang genug und reicht bis dort zur Schaltung hin. Damit wird jetzt eine beliebige Münze korrekt als 5DM aufgezählt. Ist die Münzsperre AN, wird die Münze kommentarlos verschluckt.



  • Auszahlung: alle Sorten aus der 1DM-Röhre auswerfen:

    Die Auswerfer werden über Masse angesteuert, d.h. die +24V liegen dort immer an allen an (rote Kabel). Die jeweils andere Leitung am Auswerfer muß man ablöten und alle 4 über jeweils eine Diode auf den 1DM-Auswerfer leiten. Ich mache das immer "freifliegend" (s. Bild) und fixiere die Kabel/Dioden dann aneinander mit Kabelbindern so das keine Lötstelle irgendwo an das Blech kommt. Auch der Abstand zur Auswerfer-Abdeckung (sofern noch vorhanden) ist ausreichend/gefahrlos.



    Die Richtung der Dioden zeigt vom Auswerfer weg! Die Dioden sind Standard-Sperrdioden, sollten aber einige Ampere abkönnen, so ein Auswerfer braucht ja etwas Power. In dem Gerät im Bild habe ich z.B. BY550-400 verwendet.

  • Alle nicht mehr genutzen Röhren auf Voll setzen:

    Alle Röhren (außer 1DM) herausnehmen und den Schalter dahinter geeignet festbinden (Bindedraht oder Kabelbinder) so das er immer geschlossen ist.

    Nach dem Befüllen der 1DM-Röhre (die anderen bleiben ja ab jetzt leer) einmal für das Programm die "Röhren auf voll setzen": Drehschalter in Stellung 1, Reset-Taste, Rückgabetaste drücken, Drehschalter wieder auf 0. Macht man das nicht, kann es sein, das das Gerät in zu kleiner Wechselung auszahlt, z.B. bei 10DM statt zwei Münzen (5er) dann 10 Münzen (Einer) auswirft.

Der Umbau im Detail am Beispiel " Bergmann "1994 mit parallelem elektr. MP":

Die 20cent-Münzen sollen in die 1DM-Röhre fallen, aber als 5DM gezählt werden
  • Der Münzprüfer dient dann nur noch als Plastik-Kanal: Die Sperrklappe so feststellen, das die Münzen in Richtung Sortierklappe fallen. Die Sortierklappe so feststellen, das jede Münze über den 1DM-Ausgang herauskommt. Im Bild habe ich das mit den 2 roten Kabelbindern gemacht. Das zerstört/verändert nichts, wenn man später den EMP doch wieder nutzen möchte, muß man nur die kabelbinder wieder herausknipsen. Um da 'ranzukommen muß man z.B. bei dem G18 das Blech abnehmen ( 1 Schraube) und darunter nochmals ein Plastikteil abschrauben (2 Schrauben). Die Sperrklappe ist hier die obere (mit den Löchern), die muß mgl. ganz auf sein, die Sortierklappe ist untere, die muß für 1DM mgl. weit nach oben zeigen.



    Das Kabel am Münzprüfer abgezogen lassen.

  • Als Ersatz für das Signal vom EMP dient die obere 1DM-Lichtschranke in der Lichtschrankeneinheit unter dem Münzprüfer, durch folgende kleine Schaltung:



    Die Diode ist notwendig, da sonst der ULN2003 den Ausgang der Lichtschranke auf Masse zieht. Um die richtigen Pins am Münzprüfer-Kabel zu finden, nachmessen: 8 ist Masse, 16 hat 24V. Gezählt wird da immer oben-unten-oben-unten, also z.B. 1 ist oben, dann ist 2 darunter, 3 wieder oben usw.
    Der Ausgang der 1DM-A-Lichtschranke ist z.B. bei der Lichtschrankenplatine "5000204" = Pin 5 am Stecker auf der Platine:



    In diesem Fall wurde dort der hellblaue Draht angelötet. Zur "Zugentlastung" geht der Draht dann einmal um die Schraube (mit Unterlegschreibe ergänzt) herum zur Schaltung:



    Rechts neben dem IC habe ich in dem Fall eine 16polige (doppelreihige und abgewinkelte) Stiftpfostenleiste verbaut, das ist glaubich auf dem Bild nicht so toll zu erkennen. Dort wird dann der Stecker, der vorher zum Münzprüfer ging, eingesteckt. Wenn man dem am Kabel hängenden Stecker (genaugenommen ist es ja eine Buchse) in die Löcher schaut ist die Nummerierung so:



    Das gilt so übrigends auch für den Stecker in der Lichtschrankeneinheit, um den es hier gleich geht.

    Die Schaltung kann man dann später irgendwo nebem dem Münzprozessor befestigen, natürlich geeignet isoliert, so daß nichts irgendwo an's Metall kommt.

    Damit wird jetzt eine beliebige Münze korrekt als 1DM aufgezählt

  • Damit der 1DM-Schacht nun als 5DM gewertet wird: hinten in dem Kabel, das zur Lichtschrankeneinheit geht, im Stecker die Adern vertauschen: 5 mit 14 (=1A mit 5A), und 12 mit 13 (=1B mit 5B)
    (Info: In einer früheren Version dieser Seite Stand hier "3 mit 14", das schadet nicht, ist aber falsch, und es funktioniert dann nicht! Falsch sind übrigends auch einige Angaben zur Pinbelegung auf dem Plastikdeckel des Münzprozessors.). Üblicherweise sollte die schwarze Ader Pin 1 sein. Ich messe das vorsichtshalber aber immer nach: Bei diesem Kabel hat Pin-1 24V und Pin-9 Masse.

    Das kann dann z.B. so aussehen:



  • Die Kassenlichtschranken kann man vernachlässigen, wenn man keine korrekte Abrechnung im Ausdruck benötigt, sonst sind auch hier die 1DM und 5DM-Leitungen (Adern 3 und 4, Nummerierung s. Lichtschranken-Platine) gegeneinander zu tauschen.

  • Die Auszahleinheit hat für jede Sorte eine Kontroll-Lichtschranke. Diese lassen sich nicht so einfach austricksen. Z.B. mein Versuch, mit dem Anziehen des Magneten ein Signal zu erzeigen, das die Lichtschranke dann verbindet, ist gescheitert: offensichtlich wird die Lichtschranke genau dann abgefragt, wenn der Magnet schon wieder losläßt. Egal, es geht auch einfacher: 10Pf, 1DM und 5DM mit den 20cent-Münzen füllen, dann funktioniert die Auszahlung fehlerfrei. Die 5DM-Röhre ist ja zu dick, da hilft ein kurzes Stück von einem runden Kabelkanal (gibt's im Baumarkt, da passen genau 20cent oder 1 EUR 'rein), das kann man mit einem Stück Schaumstoff in der 5DM-Röhre sicher festklemmen:

  • Ich klebe dann immer noch das obere Loch hinten an den 5, 1 und -,10 - Röhren mit weißem Klebeband ab, damit sind die dann für das gerät immer voll. Die 5 und -,10 -Röhren muß man dann immer ab und zu manuell wieder auffüllen, die 1DM-Röhre füllt sich über den Einwurf. 2DM darf leer bleiben, das stört nicht bei der Auszahlung. Nach dem Auffüllen sollte man einmal über Programm 31, bei manchen Geräten ist das auch Programm 32, alle Röhren auf voll setzen. (In die nicht abgeklebte 2er-Röhre kurz den Finger 'reinhalten, bis die im Display auf "voll" geht.). Macht man das nicht, kann es sein, das der Automat in zu kleiner Wechselung auszahlt.

Einige Hinweise zum Umbau anderer Geräte:

Wenn ich irgendwann Zeit und Lust habe schreibe ich das hier auch noch etwas ausführlicher, zunächst nur einige Stichworte zu den anderen Geräten die ich so umgestellt habee:

Bergmann "1980 mit mech. MP":
  • Hat mech. Schalter statt Lichtschranken, d.h. die beiden Anschlüsse am 5DM-Schalter durch's Gehäuse nach rechts an den 1DM-Schalter legen (die beiden bisherigen Anschlüsse dort natürlich ablöten und isolieren).

  • Der 1DM-Auswerfer ist zu schmal (20cent sind dicker als 1DM), deshalb am Auswerfer zum Schacht hin mit 2 Unterlegscheiben den Auswurf etwas vergrößern.

  • Der 5DM-Auswurf ist ein Doppelauswurf, d.h. der wirft auf einen Impuls hin immer 2 Münzen aus. Deswegen geht das bei dem 5DM-Auswerfer mit den Dioden nicht, ich habe das vorerst so gelöst: 1DM und 10Pf werden beide über die 1DM-Röhre ausgeworfen (über Dioden wie oben), 5DM weiter aus der 5DM-Röhre: Durchmesser verringern (Kabelkanal innen befestigt, z.B. wie bei "20cent" bei Crown-1994 mit p.EMP) und sie regelmäßig manuell mit 20cent befüllen. Bessere Lösung folgt irgendwann...
Bally 2000 mit parallelem elektr. MP:
  • Statt EMP einen Plastikkanal so konstruieren das die Münzen immer über einen Schalter laufen und dann in den 1DM-Eingang der Lichtschrankeneinheit. Wenn eine Münze über den Schalter läuft brückt er im EMP-Kabel die 5DM-Ader gegen Masse. Belegung siehe bei "National Rejectors" im Download, z.B. "G40", die Münz-Signalleitungen sind beim G18 genauso.
    Die (wegen dem Schalter recht lange) Signaldauer spielt keine Rolle, da Bally über die Signalflanke aufzählt. Die fehlende Münzsperre stört ebenfalls nicht, da Bally's immer annahmebereit sind.
  • Auf der Platine der Lichtschrankeneinheit den Ausgang der Photodioden von 1DM und 5DM kreuzweise vertauschen (z.B. Bein dicht an der Platine durchkneifen, einen Draht an's Bein, einen an den Platinenpunkt, zwischen Bein und Platinenpunkt Isoband zur isolierung und beide zu der anderen Diode herüberführen und dort gekreuzt genauso verlöten.
  • Auswerfer wie oben bei Crown: über Dioden auf einen leiten
  • die Münzauswurfkontrolle kann man ignorieren, das ist nur eine Wippe für alle Münzen und die merkt daher nicht welche Sorte ausgeworfen wird.

Einige Hinweise zu Geräten wo das Verfahren NICHT oder nur aufwendig geht:

ADP MMP/paralleler EMP, dort wird zuviel geprüft:
  • diverse Lichtschranken beim Einwurf, die LEDs der Lichtschranken sind auch nicht immer an sondern werden auch im Leerlauf geziehlt nacheinander von der CPU durchgeschaltet und so auf Manipulation kontrolliert
  • für jede Sorte gibt es eine eigene Auswurfkontroll-Lichtschranke
  • möglich ist die Variante: jeder Münzeinwurf zählt als 5DM und läuft in die Kasse. Alle Röhren werden immer manuell aufgefüllt mit 20cent-Münzen
NSM E95 MMP, aufwendig:
  • die Münze muß den 5DM-Weg nehmen (hat 2 Lichtschranken, 1DM nur eine)
  • Zickzack-Auswurf mit integrierter Auswurfkontrolle: 20cent-Auswurf geht nur aus 1DM-Röhre
  • möglich ist die Variante: Münze läuft Richtung 5DM. MMPs gegeneinander tauschen, 1DM-MP so umbauen das 20cent durchlaufen. Auswerferblöcke gegeneinander tauschen, die Belegung der Anschlüsse ist aber nicht gleich, das müssen einige Adern gedreht werden damit mit den 5DM-Impulsen aus der 1DM-Einheit ausgeworfen wird. Überlauf geht dann natürlich nicht, d.h. die bei 5DM herauskommenden 20cent in die Kasse leiten und die 1DM-Röhre regelmöäßig manuell füllen. Nächster Haken: da das gerät dann nur "5er" auszahlt gibt es bei z.B. 5,70 DM für die 0,70 eine Röhren-leer-Störung bei der Auszahlung. Weiterspielen geht dann erst nach "STOP"- und "Auszahltaste".
Alle Automaten mit  S E R I E L L E M   E M P : vergiß es!
  • Serielle Münzprüfer führen eine rege Unterhaltung miteinander, ich habe das 'mal versucht mitzulesen, aber da das Format zwar 9600 Baud, aber nicht 8N1, sondern 9N1 (bei NRI), oder anders, ist, war da nichts sinnvolles zu erkennen. Sichtbar war aber, daß im Betrieb da hunderte von Bytes ausgetauscht werden, d.h. mit einer einfachen Schaltung ist das nicht zu simulieren. Leger ausgedrückt läuft das in etwa so ab beim Anschalten:

    Automat an sEMP: "Hallo, ist da jemand? Wenn ja, wer bist Du?"

    sEMP an Automat: "Ja, hallo auch, ich bin der G40 aus dem Hause derer von NRI! Ich bin ein ganz toller Typ, ich kann Münzen lesen! Und zwar nicht irgendwelche, sondern 10Pf, 1DM, 2DM, ..." (Na ja, und das geht so weiter, auch in diesem Umfang, der hört garnicht mehr auf, da blenden wir uns dann lieber aus)

    Wer's genauer wissen will, sollte sich 'mal die technische Beschreibung zum seriellen G40 bei NRI.de downloaden, da stehen so alle Befehlsfolgen und Byte-Formate 'drin, die der unterstützt.

    Andere Hersteller haben da übrigends ganz andere Formate, deswegen sind die seriellen EMPs verschiedener Hersteller auch nicht kompatibel/austauschbar

Und noch eine andere Umbau-Variante: 10Pf statt 5DM

Vorteil: 10Pf nehmen alle DM-EMPs ja grundsätzlich schon 'mal an, und bei parallelen EMPS reicht das Drehen von 2 Adern im Kabel zum EMP, um dem Gerät 5DM-Einwurf vorzugaukeln.

Insbesondere bei alten Crowns (Typ "1984" mit EMP) ist dann das weitere Verfahren sehr einfach, das beschränkt sich dann auf die oben beschriebenen Punkte 3. und 4.

Und noch eine andere Umbau-Variante: Euroumbau 1:1

Dies bedeutet: das Gerät nimmt statt 10Pf/1DM/2DM nun 10cent/1EUR/2EUR an und zahlt auch den Betrag auf der Münzvorlage entsprechend 1:1 in EUR wieder aus. Ein Spiel kostet statt 30Pf dann 30cent.

Dies ist unter Automatensammlern eine sehr beliebte Variante, da hierbei der Originalcharacter von Einwurf und Rückgabe erhalten bleibt.

Üblicherweise wird dabei der mechanische Münzprüfer eigenhändig (mechanisch) auf EUR umgebaut, bzw. der elektronische MP von einem Fachmann (man braucht teure Programmiergeräte dazu) umprogrammiert auf EUR-Annahme. Für die Auszahlung müssen je nach Münzsorte ev. die Röhren schmaler gemacht werden, und/oder die Auszahlschlitze durch Unterlegscheiben etwas verbreitert werden.

Im Detail wird dies schon auf vielen Automatenseiten im Internet genau beschrieben und ich möchte das hier nicht wiederholen.

Bei den 4 Crown-Geräten mit Technik 1980 (CROWN, JUBILEE, GOLD und JUWEL) gibt es dabei aber das Problem, das 2DM zwar angenommen werden, aber gleich in die Kasse fallen, da keine 2DM-Röhre für die Auszahlung vorhanden ist.

Sven hat dafür die folgende Lösung gefunden und mir freundlicherweise gestattet, dies auf meine Seite zu übernehmen:

Euroumbau 1:1 beim Crown JUWEL

von Sven

Auch der Umbau auf 5 x 2 EUR Auszahlung anstelle von 5 x 2 DM bei Abzug von "10.00" ist mir nach etlichen (zunächst sehr demotivierenden) Stunden Bastelarbeit letztendlich perfekt gelungen. Besonders klasse ist das jetzt natürlich, wenn man einen größeren Betrag herausdrückt (z. B. 80 EUR), dann fallen innerhalb etwa 4 Sekunden vierzig 2 EUR-Münzen wie ein Sturzbach in die Auszahlschale :-)

Der komplett Umbau erfordert folgende Arbeiten:
  • den Münzprüfer so umbauen, dass er 2 EUR als 5 DM annimmt, damit diese in die ex 5DM-Röhre fallen
  • die Verdrahtung der Münzschalter 2DM / 5DM umtauschen, damit bei Einwurf von 2 EUR nicht "5.00" sondern "2.00" aufgebucht werden
  • den Auszahlschieber mittels zugeschnittenem Plexiglas so verbreitern (um ca. 6,5 mm) , dass er zusammen mit dem Original 2 x 5DM-Schieber genau fünf 2 EUR Stücke hoch ist.
  • Das Schiebergehäuse ebenfalls mittels zugeschnittenem Plexiglas und zusätzlich einem Satz Federringen so verbreitern, dass der Schieber sich darin ohne Widerstand locker bewegen kann, andererseits aber keine sechs anstelle von fünf 2ern durch den Austritt passen. Für das Zusammenbauen des dann dickeren Schiebergehäuses sind dann natürlich längere Schrauben erforderlich.
  • Der Rückgabekanal für Falschmünzen an der linken Gehäusewand (aus braunem Kunststoff) muss um ca. 2cm verkürzt werden (unten absägen), da sich ansonsten bei der Auszahlung von fünf 2ern die oberen 3 davor verklemmen.
  • Die Röhre muss oben um etwa 8mm gekürzt werden (ebenfalls absägen).
Es war zwar eine Sau-Arbeit aber es hat sich gelohnt. Da nämlich bei einem einfachen Umbau nur die 1-EUR-Stücke zur Auszahlung genutzt werden (die 2er Fallen wie gehabt durch den 2 DM Kanal und somit direkt in die Kasse) , dann kann man nach einer 50er Serie gleich wieder auffüllen, von einer 100er ganz zu schweigen, da reicht der Inhalt der 1er Röhre in der Regel nicht einmal...

Den Umbau auf der rechten Seite habe ich im übrigen nicht dokumentiert, weil das eigentlich jeder, der sich ein wenig mit GSG auskenn selber ohne Anleitung hinbekommen dürfte (das einzige, was dabei etwas Geschick erfordert, ist die vier Unterlegscheiben oder Federringe für das Gehäuse des 1 DM- bzw. dann 1 EUR-Auszahlschiebers zu platzieren.

Die Rückzugsfeder(n) des Auszahlschiebers muss etwas gekürzt werden. Denn im Originalzustand ist die Feder bei komplett voller Münzröhre zu schwach, fünf Münzen gleichzeitig unterhalb des Stapels herauszudrücken. Die Folge dessen ist, dass der Auszahlschieber im Originalzustand zwar anzieht, aber nicht wieder ordnungsgemäß in die Ausgangsposition zurückgeht und keine Münzen ausgezahlt werden. DOCH VORSICHT DABEI: Nicht zu viel kürzen, besser in kleinen Schritten vorsichtig ausjustieren (immer wieder im Testprogramm Gewinne bis 80 EUR einstellen und eneut Auszahlung probieren, dabei unbedingt nachzählen ob es auch wirklich vierzig 2er sind), denn wenn die Feder zu kurz und somit zu stramm ist, dann schafft die Spule es nicht, den Auszahlschieber ganz herauszuziehen. Fehlen nach der Auszahlung ein paar Münzen (zwei bis drei Stück), dann muss der Schieber noch etwas höher sein (in 0,5mm Schritten versuchen), da es dann daran liegt, dass die oberste der fünf Münzen, welche mit einem Schub ausgezahlt werden, während des Schubvorganges ab und zu doch noch auf die Oberseite des Schiebers rutscht.

Des weiteren muss im Münzdurchlaufkanal (im Ex-5er-Kanal) der Münzweg wegen des gereingeren Durchmessers der 2-EUR-Münzen (im Vergleich zu den 5-DM-Stücken) am äußeren Rand so verschmälert werden, dass die Münze an der schmalsten Stelle maximal noch 1mm Spiel nach links und rechts hat, da ansonsten bei nicht vollständig gefüllter Röhre trozdem ca. jede zweite der Münzen in die Kasse fallen. Darüber hinaus bleiben ohne diese Verschmälerung bei gefüllter Röhre des öfteren zwei Münzen oberhalb des Pucks für die Umleitung der Münzen in die Kasse liegen und verstopfen somit den Münzkanal.


Aber auch der Umbau auf andere Währungen ist gut möglich, zumindest bei der alten Technik "1980" und "1984". Ich hatte seinerzeit zur Euroeinführung auch 'mal erwogen, auf Schwedische Kronen umzustellen: die Münzen haben ähnliche Maße und damit das gleiche Feeling wie die alte DM, und der Wert ist erfreulicherweise nur ca. ein Fünftel der DM.

Da aber die Beschaffung einer größeren Anzahl Münzen mir schwierig erschien, und ja früher oder später sicher auch Schweden den EURO einführt, und man dann auch diese Münzen wieder (aufwendig) tauschen müßte, habe ich dann aber doch darauf verzichtet.

Für Martin ist das einfacher, er wohnt in Schweden, hat daher seinen Crown natürlich auf schwedische Kronen umgestellt und mir freundlicherweise gestattet, seine Beschreibung dazu hier zu übernehmen:

Euroumbau 1:1 auf SCHWEDISCHE KRONEN beim Crown Action ("Technik 1984")

von Martin

1 krone = 1DM, 5 kronstucke = 5DM.

Mit die 5 krone wahr ess kein problem. Die 5 krone ist ~ 1mm kleiner. Brachte nur die "wage" ein bischen zu biegen!

Die 1 krone wahr schwieriger (25mm in diameter und 1.9mm dick). 1DM wage weg und die kleine feder. Die krone ging aber immer wieder "vorbei"(rausgeschmiessen).(Ich kapier ess nicht , wie die 1DM nach schreg unten gehen soll) Ich habe jetzt (Notlösung) die untere 1DM wage weggenommen und noch ein stuck "isolerung" schreg hingetan, das sie jetzt runterfällt.

Leider war aber noch ein stuck plastic zu eng. Mussten ess ausenander baun und runterschleifen. Was das stuck plastik da macht, habe ich keine idén von, aber eins ist sicher. 25mm munzen können nicht durch gehen ohne dies runter zuschleifen. Das kleine stuck plastik ist hinter die schraube, beim roten pfeil. Die 1 krone hat nicht mahl eine kleine chanse durch zu kommen! Habe bestimmt ~2-3 mm weg schleift!



Die slitze in der lichtschranke passten, die lichtschranke schaft 25mm, bestimmt auch noch 26, doch leider nicht das 1DM rohr. Habe das 2DM rohr hingetan. Das 2DM und 10pf rohr benutze ich nicht.

10pf sensor ist an, aber da können keine reinfallen. M.a.w, pfenninge zahlt er nicht aus. (teoretisch aber doch). 2DM sensor steht in "Geld fehlt". Doch können hier auch keine munzen reinfallen. M.a.w, der automat kann nur 1 kronen und 5 kronen augeben.

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