Bergmann-Technik Z80-1 (ca. 1980-1984)

 
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SUPERCHANCE, CROWN, JUBILEE, GOLD und JUWEL



Stand: 18.01.2017

Dieser Artikel ist mein Versuch, d.h. aus meiner Sicht als Automatensammler und Bastler, die im SUPERCHANCE, CROWN, JUBILEE, GOLD und JUWEL verwendete Technik und mögliche Fehler dieser Geräte zu beschreiben. Alle Angaben entsprechen meiner subjektiven Meinung, können unvollständig sein und eventuell sogar schlicht falsch. Falls Sie derartiges entdecken schreiben Sie mir das bitte, Vielen Dank!


Technik:

Antrieb: der Scheibenantrieb erfolgt, wie bei den elektromechanischen Geräten zuvor, über einen Zahnriemen und Rutschkupplungen an jeder Scheibe.
Der Riemen wird angetrieben von einem 220V (!) - Motor, der, solange sich noch mindestens 30Pf auf dem Münzsspeicher befinden, immer läuft. Das Stoppen der Scheiben erfolgt über je einen Startmagneten. "Start"-Magnet bedeutet: Ohne Strom/in Ruhe hält er die Scheibe fest, wenn er anzieht läßt er sie los.

CPU: Das CPU-Board ist, wie bei den elektromechanischen Geräten zuvor, an der Tür angebracht (Metallkiste innen oben). Verwendet wird eine Z80 CPU mit den üblichen Peripheriebausteinen Z80-PIO und Z80-CTC. Die PIO ist (nur) zuständig für alle Signale von den Tasten und Münzschaltern zur CPU und für die Ansteuerung der Auswerfer auf Wunsch der CPU. Alle anderen In/Out's erfolgen über die LS373/LS138/LS367 auf dem CPU-Board direkt auf den Datenbus
Drei 16k-EPROMs (SuperChance: 8k-EPROMS) beinhalten das (gerätespezifische) Betriebsprogramm, in 2 RAM-IC's kann die CPU variable Daten speichern. Die Fenster der EPROMs sind lichtdicht abgeklebt da sonst schon das Umgebungslicht sie früher oder später löschen würde. Die RAMs sind Akku-gepuffert, daher gehen die Daten dort auch nach dem Ausschalten nicht verloren. Welche Daten letzlich im Betrieb dort gespeichert werden ist Geheimnis des Herstellers.
Die Spannung des Akkus wird überwacht durch eine kleine Schaltung auf dem CPU-Board.
Weiterhin befindet sich dort noch der Taktgenerator für die CPU (und damit für das gesamte Gerät). Er besteht im Wesentlichen aus einem Quartz, 2 FlipFlops und Kondensatoren (liegt alles in Reichweite des Accu).
Die meisten IC's auf dem CPU-Board sind gesockelt, so wie auch auf den anderen Platinen im Gerät. Damit kann man sie im Fehlerfall einfach (ev. testweise) tauschen.

Gewinnabtastung: Auf den Achsen der Spielscheiben ist innen jeweils eine Code-Scheibe angebracht die über je 4 Lichtschranken abgefragt wird. Die Lichtschranken bestehen aus 4 Photodioden auf der Platine die von einem üblichen Glassockellämpchen (24V/2W) durch die Codeschreibe angestrahlt werden.
Weiterhin ist hier auch der Test-Drehschalter untergebracht.
Die IC's auf dieser Platine sind lediglich Bustreiber, die Auswertung selber erfolgt durch die CPU.

Münzspeicher-/Sonderspielzähler-platine: (An der Tür oben) Dort befinden sich nur Display- und Lampentreiber, angesteuert durch die CPU.
Beim SuperChance ist dort nur der Münzspeicher, der Sonderspielezähler ist mit auf der Ausspiel-Tableau-Platine untergebracht

Risiko-/Ausspielplatine(n): Auf diesen Platinen an der Tür befinden sich nur Multiplexer-IC, Lampentreiber und jede Menge Lämpchen (24V/2W), angesteuert wird alles direkt vom CPU-Board.
Der SuperChance hat hier zusätzlich den Sonderspielezähler

Münzeinheiten: Im Gerät links und rechts befinden sich 2 Münzeinheiten ohne eigene Elektronik, d.h. sie werden von der PIO auf dem CPU-Board direkt angesteuert/abgefragt.
Beide haben mechanische Münzprüfer (MP), links 2DM/5DM, rechts 1DM/50Pf/10PF, beide mit Sperrmagneten. 2DM und 50Pf laufen direkt in die Kasse (kein Auswurf vorhanden).
Die Münzaufzählung erfolgt auf jeder Seite unterhalb der MPs durch mech. Schalter und die CPU.
JUBILEE, GOLD und JUWEL haben unterhalb der Schalter noch Kontroll-Lichtschranken-Einheiten zur Manipulationserkennung. Die Lampen dort (24V/2W) müssen immer an sein. Für die Aufzählung ist diese Kontrolle aber grundsätzlich nicht erforderlich und ist abschaltbar (Gerätebetrieb mit Drehschalter-Stellung 7).
Der 5DM-Auswurf links ist ein Doppelauswurf, d.h. dort werden immer 2 Münzen gleichzeitig ausgeworfen. Rechts befinden sich 2 Auswerfer für 10PF/1DM. Die Ansteuerung der Auswerfer erfolgt jeweils über Masse, +24V liegen dort permanent an.
Eine Auswurfkontrolle (d.h. ob wirklich Münzen ausgeworfen wurden) gibt es nicht, aber unten an den Röhren für 1DM/5DM je einen Schalter für "Röhren-leer"-Meldung an die CPU. Ausnahme: der SuperChance hat auch keine "Röhren-leer"-Schalter.

Netzteil-Platine: An der Rückwand befindet sich die Netzteil-Einheit zur Erzeugung der verschiedenen benötigten Spannungen (5V, 24V~, und je nach Gerät noch -5V, +12V, -12V, 24V=).
Die 24V~ werden nur für's Grobe verwendet, d.h. Lampen und alle Magnete, und sind daher nicht sonderlich gut gleichgerichtet/stabilisiert. LEDs zeigen an das die Spannung vorhanden ist und nicht etwa eine der dort ebenfalls befindlichen Sicherungen defekt ist.
Weiterhin befindet sich dort ein kleiner Verstärker für den Mono-Lautsprecher mit Lautstärkeregler.
Vorsicht: Die 3 Adern der 220V-Zuleitung sind am Netzteil über eine gut zugänglich Lüsterklemme befestigt. Die Zugentlastung des Netzkabels beschränkt sich in der Regel auf einen Knoten im Netzkabel (wow!), was aber natürlich nicht verhindert das die einzelnen Adern an der Lüsterklemme sich bewegen und lösen können.
Unter dem roten Blech mit der Steckdose und 3 Sicherungen befindet sich der Trafo, 2 Entstörmodule und die 220V-Verkabelung. Das Entstörmodul dort hinten an der Steckdose hängt vor dem Trafo. Das längliche Entstörmodul innen am Blechdeckel entstört den Motor und die Neonröhre.

Lüfter: entweder oben links oder irgendwo mittig an der Rückwand befindet sich ein Lüfter um die im Gerät erzeugte Wärme nach Außen abzuleiten. Dieser Lüfter muß immer laufen und auch merklich Luft nach Außen blasen, sonst besteht die Gefahr das sich Bauteile überhitzen und zerstört werden. Vorsicht: in einigen Geräten dieser Technik läuft der mit 220V!
Im SuperChance ist kein Lüfter vorgesehen, den sollte man aber nachrüsten, es kommt sonst zu Störungen wegen Überhitzung. (s. im Folgenden bei Wartung).

Vorsicht 220V!: Zumindest der Motor, die Leuchtstoffröhre, der Starter dafür, eine Entstörplatine unter den Scheiben, das Netzteil, in einigen Geräten auch der Lüfter und ev. noch weitere Komponenten laufen mit 220V! Deshalb ist es sehr wichtig das der Schutzleiter (Gelb/grün von der Steckdose) auch wirklich (noch), so wie vom Hersteller vorgesehen, mit ALLEN Metallteilen des Gerätes verbunden ist. Im Gerät wird der Schutzleiter als nicht-abgeschirmtes flaches Kupferkabel oder grün-gelbe Einzelader weitergeleitet (s. z.B. über dem oberen Türscharnier da kommt er vom Netzteilgehäuse und geht 'rüber zur Tür.)


Wartung/Reparatur:

Sicherheitshinweise: Einige Teile im Gerät stehen im Betrieb unter 220V (s.o.)! Reparaturen an spannungsführenden Teilen sollten nur durch den Fachmann erfolgen. Ziehen Sie vor jedem Öffnen des Gerätes den Stecker aus der Steckdose. Prüfen Sie nach jedem Eingriff in das Gerät und bevor Sie es berühren ob Gehäuseteile unter Spannung stehen. Das Gerät darf nur verwendet werden an Steckdosen die mit Schutzleiter versehen sind! Alle Metallteile im Gerät müssen mit dem Schutzleiter verbunden sein! Verwenden Sie zusätzlich einen FI-Schutzschalter, die sind z.B. auch als Zwischenstecker für die Steckdose erhältlich und deutlich billiger als Ihre Beerdigung.

Handbuch: Auch wenn Ihnen das zu Ihrem Gerät passende Handbuch vorliegt bedeutet das nicht das die Schaltbilder auch tatsächlich den Gegebenheiten in Ihrem Gerät entsprechen. Alle mir vorliegenden Handbücher haben (zum Teil wesentliche) Abweichungen in den Schaltplänen gegenüber der tatsächlichen Schaltung. Dies behalten sich die Hersteller in den Handbüchern im Kleingedruckten in der Regel auch ausdrücklich vor.
Das Handbuch ist dennoch natürlich erste Wahl um das Schaltungsprinzip zu verstehen und für die Fehlersuche. Bevor es an's Löten geht messe ich dann aber lieber immer nach ob ich auch wirdlich den richtigen Punkt/Anschluß zu fassen habe.

Ersatzteile: Die günstigste Variante der Ersatzteilbeschaffung ist, sich ein zweites weitgehend baugleiches Gerät z.B. über EBay zu beschaffen. Mittlerweile sind die zwar seltener geworden, aber alle paar Wochen ist doch noch immer einmal ein Gerät im Angebot.
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist das auch das zweite Gerät defekt ist, wird die Fehlerursache (und damit die defekten Teile) dort in der Regel eine andere sein oder zumindest nicht in gleicher Stärke auftreten.
Neu beschaffen sollte man sich einige Z80-PIO-IC's, die sind/gehen gerne 'mal kaputt, und bei einer gebrauchten PIO weis man nie ob sie nicht (zumindest teil-) defekt ist.

Aus 2 mach 1 / Teile tauschen: Vor jedem Tausch von Teilen zwischen 2 Geräten dieser Technik, auch wenn beide den gleichen Namen haben, sollte man unbedingt prüfen ob die Teile passen: Die Gehäuse weichen zum Teil in den Maßen (!) voneinander ab, z.B. kann eine Tür andere Abmessungen haben als das Gehäuse des anderen Gerätes, oder ein Tastenblock / die Geldschale darunter ist zu breit/zu schmal für das zweite Gerät.
Bei der Crown-Tür sind die Lämpchen-Ausschnitte der Risikoleiter z.B. auch im Holz ausgesägt, ab Jubilee gibt es nur einen großen Ausschnitt auf jeder Seite und für die Lichtleitung ein Plastik darin. Der SuperChance hat dort nur Ausschnitte für 6 Lampen.
Bei der Elektronik vor dem Tausch unbedingt prüfen ob die Platinen-Nummern gleich sind.
Der SuperChance hat z.B. ein Netzteil mit einer zusätzlichen Spannung (-12V für die 2708-EPROMS), d.h. das, und auch die CPU-Platine, darf man nur im SuperChance verwenden. Umgekehrt darf deshalb natürlich auch kein anderes Netzteil/keine andere CPU in den Superchance.
Die Code-Scheiben der Gewinnabtastung sind (natürlich, genauso wie die Spielscheiben und die Betriebsprogramm-EPROMS) je Typ unterschiedlich und nicht austauschbar.
Auch die Glasscheiben und das Plastik des Ausspieltableaus sind individuell je Geräte-Typ.
Zumindest zwischen Jubilee, Gold und Juwel sollten aber viele Teile austauschbar sein. Erfolgreich probiert habe ich das schon mit einem Jubilee, aus dem problemlos ein Gold geworden ist, durch Austausch der Glas- und Spiel- und Codescheiben, EPROMs und Ausspieltableau-Plastik.

Netzteil: Das Netzteil muß in der Regel nur "behandelt" werden, wenn es defekt ist, d.h. wenn z.B. eine Spannung fehlt, obwohl alle Sicherungen OK sind.
In der Regel sieht man das daran, das eine LED, trotz einwandfreier Sicherungen, nicht leuchtet. Das muß aber nicht so sein, es kann auch einfach sein, daß die LED selber defekt ist, was nicht weiter stört. D.h. erstmal Spannungen vom Netzteil nachmessen, vielleicht kann man sich den Ausbau sparen.
Da dort 220V umgehen sollte der Ausbau und die Reparatur nur durch einen Fachmann erfolgen!
Zum Ausbau muß man zunächst natürlich den Automaten aus der Steckdose ziehen! Dann oben das Kabel zur CPU abziehen, und den Stecker neben dem Motor abziehen und dieses Kabel dann hinter dem Münzeinwurf zum Netzteil herausziehen, so daß es frei am Netzteil hängt. Dann am Lautsprecher die Anschlüsse abziehen.
Das Netzteil ist unten gesichert mit zwei Plastikmuttern. Hat man die gelöst, kann man es vorziehen/anheben und oben von den 2 Schrauben heben. Die sind manchmal ein bischen dick geraten, das ist daher oft etwas fummelig, geht aber letztlich immer ohne Gewalt.
Die Platine auf dem Netzteil ist dort mit 4 Schrauben befestigt und man kann sie auch abnehmen ohne das Netzteil auszubauen oder aufzuschrauben.
Die dicken Dioden BY251 (3A) auf dem Netzteil sind manchmal etwas unterdimensioniert und werden sehr heiß, was man an deutlichen "Schmorspuren" an der Platine sieht. D.h. nicht, daß sie defekt sind, die können einiges ab, aber wenn ich sowieso die Platine in "Arbeit" habe, tausche ich sie oft auch gleich mit aus gegen BY550 (5A), und mit etwas mehr Abstand zur Platine.

Funkentstörfilter/Netzfilter tauschen? : Nach geltendem Gesetz (EMVG) war und ist auch in Spielautomaten ein Funkentstörfilter im Netzteil erforderlich, um Funkstörungen beim Betrieb des Gerätes auszuschließen. Dieser Filter ist nur zu diesem Zweck vorhanden, der Automat liefe auch fehlerfrei ohne ihn. Der Netzfilter besteht in der Regel aus zwei Kondensatoren und einer Spule und ist im Netzteil in die 220V-Leitung zwischengeschaltet. Es gibt verschiedene Bauformen, meistens sind alle Bauteile in einem Blechgeäuse verbaut und vergossen.
Leider haben diese Kondensatoren die Eigenschaft zu altern. Das führt dann dazu, daß heiße Elektrolytflüssigkeit und/oder die kochende Vergußmasse ausläuft, was dann mit beißendem Qualm aus dem Gerät verbunden ist. Die Sicherung fliegt dabei in der Regel erst heraus, wenn die Sauerei schon entstanden ist. Auch zwischengeschaltete FI-Schutzschalter schlagen meist erst an, wenn der Raum schon verqualmt ist. Selbst wenn man vor dem Gerät sitzt, und sofort den Strom abschaltet, sobald es leise zischt, ist die Rauchentwicklung nicht mehr zu vermeiden.
Zerstört wird dabei im Netzteil normalerweise nur der Netzfilter selber. D.h. man kann das Netzteil dann reinigen, den Entstörfilter austauschen und alles läuft wieder. Und wenige Wochen später hat sich dann meist der Gestank auch wieder verflüchtigt.
Nach wievielen Jahren dies passiert, ist nicht vorhersehbar. Nach meinen Erfahrungen mit meinen Geräten geschieht dies nach ca. 20-30 Jahren.
Man kann dem wohl nur vorbeugen, indem man spätestens alle 15 Jahre den Entstörfilter austauscht. Ich kenne zwar auch Automatenbesitzer, die den Entstörfilter entfernen und die Anschlüsse dann einfach überbrücken. Aber auch wenn das Gerät damit problemlos läuft, so entspricht das dann nicht mehr dem EMV-Gesetz!
In den Crown-Automaten der hier beschriebenen Technik sind zwei Funkenstörfilter eingebaut. Beide befinden im Netzteil:
Einer ist in einem kleinen Blechgehäuse verbaut, die 2 Eingänge und zwei Ausgänge sind Lötlaschen, an die die Drähte angelötet sind. Der ist bei mir bisher in keinem Gerät ausgefallen.
Der zweite ist eine vergossene "etwas plattgedrückte Blechröhre", aus der an jeder Seite zwei Drähte herauskommen. Die zwei Drähte an einer Seite sind der Eingang, die zwei an der anderen der Ausgang. das Gehäuse ist fest an das Blechgehäuse des Netzteils geschraubt und auf diese Weise mit dem Schutzleiter verbunden. Dieser Typ Entstörfilter hat regelmäßig die oben beschriebenen Altersprobleme.
Arbeiten im Netzteil sollten grundsätzlich nur durch entsprechend ausgebildete Spezialisten erfolgen. Im Netzteil liegen die 220V aus der Steckdose an. Bei Fehlern besteht Lebensgefahr!

Lüfter: Der Lüfter ist in der Regel nach 20 Jahren ziemlich verdreckt und laut. Wenn reinigen und ein Tropfen Öl auf die Achse (unter der Plastikkappe) ihn nicht leiser machen liegt wohl ein Lagerschaden vor und man kann ihn nur tauschen.
Statt dem Originallüfter mit (je nach Typ 24V oder 220V) kann man auch einen guterhaltenen PC-Lüfter verwenden, aber da die 12V vom Netzteil zu schwach sind, (auf Dauer würde das Netzteil beschädigt,) benötigt man dann noch z.B. ein kleines seperates Netzteil (220V dafür liefert dann z.B. die Steckdose im Gerät). Ein Steckernetzteil paßt nicht direkt in die Steckdose, dann geht die Tür nicht mehr zu, d.h. ggf. verlängern.
Bei den nachgerüsteten (und überflüssigen) Zusatzlüftern im Bild unten ist z.B. so verfahren worden, das externe Netzteil liegt (im Bild nicht sichtbar) unter der Kasse.
Beim SuperChance sollte man mindestens einen Lüfter nachrüsten, der die Wärme aus dem Gehäuse bläst. Ich habe dort noch einen Zweiten auf die EPROMs gerichtet, da die schon nach kurzer Zeit recht warm werden.

Accu tauschen/Taktgenerator/IC's im Umfeld : Auch wenn der Accu auf dem CPU-Board noch gut aussieht löte ich ihn immer aus, verlängere ihn mit 2 Drähten und befestige ihn außerhalb der CPU-Platine, damit er beim nächsten Auslaufen (reine Zeitfrage wann) das Board nicht mehr gefährden kann.
Insbesondere beim SuperChance sollte man den Accu unbedingt so ersetzen: dort (zumindest bei meinem Gerät) funktioniert nämlich die Accu-Prüfung durch die CPU definitiv nicht und ein leerer/fehlender Accu stört den Betrieb nicht und ist nicht zu bemerken. D.h., bei dem SuperChance bemerkt man einen defekten Accu erst, wenn die ausgelaufene Säure bereits das Board zerstört hat, wahrscheinlich auch ein Grund, das es heute offensichtlich nur noch wenige überlebende SuperChances gibt. Wenn ich mir die Accu-Test-Schaltung da so ansehe, kann das eigendlich auch nicht funktionieren, aber vielleicht mißverstehe ich da auch etwas. Ab dem Crown wurde jedenfalls die Schaltung so geändert, daß sie funktioniert, und die Schaltung ist dann auch plausibel.
Statt Accu kann man auch ein Batteriepack mit 3 normalen Mignon-Batterien (s. z.B. im Bild links von der CPU) verwenden, dann benötigt man in der Plusleitung aber noch eine Diode (1N4148 oder ähnlich), die Spitze/Markierung der Diode zeigt dann zum Board-Accu-Plus-Anschluß.
Bei bereits ausgelaufenem Accu muß man auch die umliegenden Bauteile reinigen (Wattestäbchen/Brennspiritus) bzw. tauschen.
Die gehören z.B. zum Taktgenerator und früher oder später zerfrißt die dann die Säure. Bei stark angegrünten IC-Sockeln sind meist schon einige Beinchen durchgerostet ohne das man das sofort sieht, man merkt's aber spätestens daran das das Gerät völlig tot ist. (Nix Takt - nix CPU-Funktion).
Damit ein neuer Sockel auch auf der Oberseite der Platine definitiv sauber Kontakt zu den Leiterbahnen hat löte ich die neuen Sockel immer "auf Stelzen" ein, d.h. erst zwei Stiftpfostenleisten (kann man dann gut auf beiden Platinenseiten verlöten) und dann auf die Pfosten den Sockel. (Luft dafür ist genug, der Deckel paßt trotzdem noch auf die CPU-Platine). Bei späteren (Folge-)Fehlern kann man dann auch gut die Leiterbahnen unter dem Sockel nachverfolgen/prüfen/messen.
Nach Austausch des Accu's ist natürlich das RAM gelöscht. Dies interessiert das Gerät grundsätzlich zwar nicht weiter, beim Auszahlen kann es aber zu Mißverständnissen (= Fehler) kommen weil das Gerät meint die Röhren wären leer. Daher nach Austausch des Accu's immer einmal in Drehschalterstellung 2/3 die Zähler initialisieren. (s.u. Drehschalter)

Hier ein Beispiel für einen Säureschaden: Was auf den ersten Blick noch ganz gut aussieht

ist bei näherem Hinsehen schon ein ziemliches Desaster:


Glasscheiben ausbauen/reinigen/fixieren / Tür zerlegen: Nach Abziehen aller Stecker die zur Tür führen und aller Stecker die zur CPU gehen kann man die ganze Spielscheiben-Einheit samt CPU usw. nach oben aus den Scharnieren heben.
Dann sie verbleibende Scharnierleiste an der Scheibe bzw. die Leiste mit den Schnappern abschrauben, genauso wie die beiden Leitern-Platinen und dann die Leitern-Plastiks und das Ausspieltableau-Plastik mit Platine.
Nun hat man freien Zugang zu den Scheiben. Die Mittelscheibe ist noch oben und unten verschraubt. Die Rahmen zu den Seitenscheiben zur Mitte hin sind Hersteller-seitig im Holz VERKLEBT, d.h. wenn die Rahmen sich nicht mit geringem Kraftaufwand lösen lassen läßt man sie besser unangetastet und reinigt die Seitenscheiben durch den Holzausschnitt.
Reinigen kann man nach meiner Erfahrung die Scheiben von innen ohne Verluste mit Wasser und Spülmittel und einem weichen Tuch. Bei starker Nikotinverschmutzung greife ich aber auch zu Glasreiniger, da ist aber höchste Vorsicht geboten denn der greift bei zu intensiver Benutzung die Farbe an. Auf keinen Fall darf man scharfe Mittel verwenden für alle getönten Partien der Scheibe (z.B. Münz-/Serienanzeige), die Tönung wischt man sonst schon beim ersten Versuch schlicht weg oder sie werden häßlich milchig.
Den Tastenblock kann man nach Abschrauben des Schalter-Blechs / der Schrauben im Holz komplett nach vorne herausnehmen. Die Originaltasten (breiter Schwarzer Ring, Knopf versinkt beim Drücken) sind im Holz VERKLEBT, lassen sich aber meist vorsichtig mit sanfter Gewalt nach vorne herausdrücken. Danach kann man dann das Blech mit der todschicken Holzimitat-Folie seitlich aus dem Tastenblock ziehen und ggf. restaurieren/neu bekleben.
Vor dem Wiedereinbau der Scheiben sollte man die Andruckgummi's (= herstellerseitig so eine Art kurze Dichtungsband-Streifen, um die Scheiben 'rum auf dem Holz verteilt) verstärken, z.B. indem man noch eine Lage Dichtungsband darüberklebt, dann ist sichergestellt das die Scheiben nicht mehr im Betrieb klappern. Ließen sich die Seitenscheiben nicht ausbauen kann man dort von innen an mehreren Stellen dickes Gummiband (ca. wie Flippergummi's) vorsichtig 'runterdrücken um späteres Klappern zu vermeiden.

Spielscheiben ausbauen / Antrieb schmieren: Der Zahnriemen wird gespannt mit einer Spannrolle hinter den Spielscheiben. Die Mutter zur Justierung der Rolle ist durch das Loch rechts in der Gewinnabtastung-Platine zugänglich.
Nach dem Lockern des Zahnriemens können die Spielscheiben ausgebaut werden.
Dies erfolgt IMMER VON HINTEN, von vorne gehts nur sehr schwer und die Gefahr ist sehr groß das die Spielscheiben dabei zerkratzen(!): Sprengring an der Gewinnabtastung-Codescheibe lösen, Codescheibe abziehen, dann Spielscheibe nach vorne herausziehen.
An der Spielscheibe befindet sich jetzt noch die Achse mit der Rutschkupplung. Um diese zu zerlegen muß man den Sicherungsstift herausdrücken und kann dann die Einzelteile von der Achse abziehen und auch dort die beweglichen Teile säubern und neu schmieren. Die Filzscheiben dort gehören natürlich nicht geölt (auch wenn man das leider öfter so vorfindet), die sollen die Spielscheibe ja mitnehmen wenn der Startmagnet löst.
Wenn der Motor selber deutliche Laufgeräusche macht, kann man auch ihn vorsichtig zerlegen und reinigen / neu schmieren. Meine Faustregel: bei geschlossenem Gerät darf man den Motor nicht "orten" können, d.h. die Motordrehzahl darf man nicht heraushören.
Um den Motor auszubauen muß man zunächst die beiden Motor-Leitungen von der Relais-Platine ablöten. Dann das Riemen-Antriebsrad abbauen. Hat man dann die 4 Schrauben dahinter gelöst, kann man den Motor mit Getrieb abnehmen.
Das Getriebe selber ist am Motor nur mit 2 Schrauben befestigt.
Um den Motor zu zerlegen muß man dann den Propeller vorsichtig abziehen/abhebeln und dann die 2 Motorschrauben lösen.
Oben und unten in den Metallbügeln befindet sich jeweils ein gekapseltes Kugellager. Das obere führt die Achse nur, während das untere im Betrieb durch das Gewicht der Achse und den Widerstand des Getriebs permanent belastet wird. Daher kommt in der Regel von diesem Lager der Lärm.
Die Lager müssen sich praktisch ohne Widerstand drehen. Wenn eines merklich bremst, ist es entweder ziemlich verdreckt oder defekt. Am Besten wäre dann natürlich, das Lager auszutauschen. Ich weis aber leider nicht, wo man die bekommt, und habe mich bisher darauf beschränkt, das Lager zu reinigen und leicht zu ölen, und damit war immer der Lärm deutlich reduziert.
Das Getriebe sollte man bei dieser Gelegenheit auch einmal vom alten Fett befreien, säubern und neu schmieren.
Auch beim Zusammensetzen von Motor und Getriebe muß man darauf achten, das alles leichtgängig bleibt: die Getriebeschrauben haben in den Löchern etwas Spiel = durch Verschieben die leichtgängigste Position herausfinden.
Auch die Spannrolle besteht aus einem gekapselte Kugellager und braucht nicht geschmiert zu werden, das würde da nichts bringen und nur bremsen! Wenn sie nicht frei dreht, sollte man sie reinigen.
Der Riemen sollte im Betrieb natürlich möglichst mittig über die Rolle laufen, d.h. möglichst nicht an der seitlichen Führung längsschleifen. Einstellen kann man das meist schon durch Verdrehen der Rolle. Die Riemenspannung sollte nicht zu fest sein, optimal ist offensichtlich wenn sich der Riemen oben mit dem Finger ohne großen Kraftaufwand ca. 2cm herunterdrücken läßt. Ist der Riemen zu lose, dann hört man knatsch-knatsch-Geräusche wenn alle Scheiben gestoppt haben.

Auswerfer ausbauen / Plastiksockel ausbauen: Die Auswerfer sind mit 3-4 Schrauben im großen Plastiksockel befestigt. Üblicherweise kommt man an mindestens eine davon nicht heran da die Halterung der Kasse im Weg ist. Diese Halterung ist zusätzlich zu den 3 Schrauben dort noch mit doppelseitigem Klebeband an der Rückwand befestigt, läßt sich aber mit beherzter Gewalt dann doch lösen.
Der Plastiksockel selber ist eigendlich nur mit den beiden, vorne gut sichtbaren Schrauben befestigt, um ihn herausnehmen zu können müssen aber noch die beiden Münzleitbleche links und rechts an der Wand abgeschraubt werden (jeweils 2 Schrauben, je eine unter dem Plastik-Münzkanal von oben, d.h. diesen dazu auch lockern!).
Der Ausbau lohnt sich aber in der Regel doppelt, zum einen kann man dort nun alles bequem säubern, zum Anderen findet man dahinter in der Regel immer noch diverse DM-Münzen.

Schlösser austauschen: Früher gab es die immer noch öfter gebraucht bei Online-Auktionshäusern, aber mittlerweile ist dort kaum noch etwas im Angenot, und wenn, dann auch nur recht teuer. Da ich dazu regelmäßig Anfragen erhalte, habe ich einmal recherchiert: Solche Schlösser nenne sich "Druckzylinderschloß", und man kann sie in den verschiedensten Maßen und bei verschiedenen Händlern neu kaufen. Genaue Quellen für passende Schlösser habe ich aber nicht. Ich habe noch keine neuen Schlösser benötigt. Meine Geräte müssen nicht zwingend abgeschlossen sein, daher kann ich auch mit aufgebohrten Schlössern, die man danach dann mit einem Schraubendreher öffnen und Schließen kann, gut leben.

Wo das Schloß ganz fehlt, kann man sich auch passende "Stöpsel" basteln, die innen in die Tür-Öse greifen und dann die Tür zuhalten. Wenn der kleine Heimwerker zugeschlagen hat, sieht das dann z.B. so aus:


Fehler: Im Rahmen der durch die Technik vorgegebenen Möglichkeiten erkennt die CPU Fehler im Betrieb und zeigt sie zusammen mit einem Piepton (kurz) in der Münzspeicheranzeige an.
Tritt der Fehler dreimal hintereinander auf bleibt das Gerät stehen und der Fehlercode erscheint permanent. Da die Fehlernummer aussieht wie ein DM-Betrag wird sie gerne fehl-interpretiert als "da sind noch 60 Pf auf dem Zähler, trotzdem läuft er nicht".
Der SuperChance soll zwar laut Handbuch auch einige der Fehler erkennen, macht es aber nicht: zumindest zeigt er bei Fehler nichts sichtbar an. Mein Gerät scheint aber auch ein recht früher Vertreter dieses Typs zu sein, jedenfalls wurde da herstellerseitig an der CPU recht fleißig korrigiert (Drahtbrücken, nachgelötete Transistoren, usw.), vielleicht können spätere Exemplare das besser.
Die folgenden Fehlercodes stammen vom SUPERCHANCE, CROWN und vom GOLD (vielen Dank, Udo!), die Drehschalter-Tabelle vom SUPERCHANCE und JUBILEE


Fehlertabellen:


Fehlercodes 

Fehlercode  Fehlerursache laut Handbuch Abhilfe / zu prüfen
00.10 (gibt es nicht bei "SuperChance" und "Crown")
Münze hat Lichtschrankencheck nicht bestanden
s. 00.40
00.20 eine/mehrere Spielscheiben sind nicht rechtzeitig angelaufen/gestoppt, bzw. Lampe der GewinnAbtastung defekt oder Fehler auf der GA-Platine.

Zur genaueren Diagnose Testprogramm 8 verwenden
Eine Scheibe startet/stoppt sichtbar (ev. auch nur manchmal) nicht: Der bewegte Kern in den Startmagneten ist an beiden Seiten mit einem Sprengring gesichert. Unter diesem Ring befindet sich an jeder Seite ein ganz kleiner Gummiring, der altersbedingt oft weich/bröselig geworden ist und klebt: Gummischeibe/-reste entfernen.

Wenn Start/Stop OK: Glassockellampen über den Codescheiben prüfen, müssen im Spiel permanent AN sein. Photodioden prüfen ob verstaubt.
Dann GA-Platine prüfen, dann CPU-Platine (Eingänge wo GA-Flachbandkabel ankommt)
00.30 Der Accu ist leer/fehlerhaft.
Die angezeigten Zählerstände sind ungültig.
Accu tauschen. Wenn ausgelaufen: Platine reinigen. (Plus ist links, Minus da wo 7404)
00.40 (gibt es nicht bei "SuperChance" und "Crown") Münzlichtschranke defekt Lichtschranke prüfen: an den Einheiten unter den Münzprüfern sind links und rechts deutlich sichtbar eine oder mehrere normale Glassockellampem (24V/2W). Die müssen immer AN sein. Photodiode auf der anderen Seite prüfen ob verstaubt.
Alternativ läßt sich die Prüfung mit den Lichtschranken auch abschalten: Gerät mit Testdrehschalter auf "7" statt auf "0" betreiben.
00.50 Arbeitsspeicher (RAM) ist fehlerhaft  
00.60 (gibt es nicht beim "Crown") Bremsklinke und Bremsmagnet-Anker auf Leichtgängigkeit prüfen Eine mögliche Ursache sind klebende Gummis, s. 00.20

Häufig kommt der Fehler aber auch immer noch, nachdem alle ev. Probleme mit dem Bremsmechanismus/den Gummis behoben wurden.
Manchmal läuft das Gerät auch erst normal, aber nach einer bestimmten Zeit kommt regelmäßig der Fehler.
Recht häufig kommt der Fehler auch nach Batteriewechsel vor.

Abhilfe: Einmal Drehschalter in Stellung 3, dann Reset drücken (oder Gerät aus/an, falls der Taster nicht reagiert). Dann wieder auf 0 (oder 7) für normalen Spielbetrieb und nochmal Reset.

Ein "Austausch der GA-Platine", wie seinerzeit von Bergmann empfohlen, bringt dagegen meist keinen Erfolg.

Meine Vermutung dazu ist: Es gibt einen Zähler für "Manipulation an den Scheiben". Jedes Problem mit den Scheiben erhöht diesen. Auch nach Batteriewechsel steht der auf einem zufälligen, ev. hohen Wert. Wird ein bestimmter Wert überschritten, prüft der Automat das Scheibenverhalten enger als normal und geht schneller auf Störung. Nach 30 Min. Betrieb ist das Gerät warm, das Timing ist damit etwas verändert und auch dann spricht die "enge" Prüfung an. Das Zähler-Zurücksetzen über Stellung 3 stellt auch diesen Zähler zurück.
00.60 Nur beim "Superchance": Arbeitsspeicher (RAM) ist fehlerhaft  
00.70 (gibt es nicht bei "Superchance" und "Crown") versuchte Manipulation s. 00.90
00.80 (gibt es nicht beim "Crown") Münzkontakt zu lange geschlossen s. 00.90
00.90 Beim Einschalten ist ein Tasten- oder Münzkontakt ständig geschlossen oder eine Münzlichtschranke unterbrochen. Gerät läuft nicht an Münzlichtschranken (die Einheit unter den Prüfern) checken ob Münze hängt.
Tasten prüfen ob verklemmt. (s. auch unten: "Tasten funktionieren nicht")
Z80-PIO testweise tauschen

(ohne Code)

  Fehler Abhilfe / zu prüfen
  Eine/mehrere Tasten (Start/Stop/Risiko) funktionieren nicht PIO auf dem CPU-Board (testweise) tauschen, Schalter durchmessen, Kabel zu den Tasten prüfen, Steckerverbindung auf dem CPU-Board prüfen (z.B.: gebrochene Lötstelle?)
(Wenn das Gerät noch die alten Tasten mit dem breiten schwarzen Rand hat: Im Bereich der Tastenkontakte nachsehen ob dort vielleicht ein Kontakt-Justierblech abgebrochen ist und dort z.B. den Schaltkontakt mit dem Schutzleiter (=Türblech) verbindet: dann brennt jede neu gesteckte PIO sofort wieder durch.)
  Risikoleiter entwickelt bei Gewinnen Eigenleben (flackert hektisch / geht von selber hoch/ab) PIO (testweise) tauschen
  Ausspielung läuft nicht los, sie bleibt gleich auf irgendeinem Feld stehen PIO (testweise) tauschen
  Spielablauf/Sound ist zu schnell oder zu langsam Taktgenerator-Kondensatoren (in der Gegend der Batterie) prüfen (z.B.: angefressen durch Batteriesäure?), ggf. tauschen
  Nach Einschalten passiert garnichts: Nur die Neonröhre ist an (falls heil), keine Anzeige oben im Display, keine Lampe in den Tableaus ist an. D.h die CPU steht! Netzteil LEDs prüfen (ev. Sicherung defekt?), Accu auf dem CPU-Board prüfen: ist der Accu sichtlich vergammelt? Wenn nicht, Accu messen, sollte 3-4V haben. Sonst tauschen (s.o.) Sind umliegende Bauteile grün "vermoost"? Versuchen zu reinigen, ggf. Taktgenerator instandsetzen(s.o.)
  Nach Einschalten beim SuperChance passiert nix: Displays sind an, aber kein Piep Das ist normal dort beim Starten: dort leuchtet dann nur für einige Sekunden die Lampe "ungültiges Spiel", dann klacken die Münzsperren auf "grün" und die Lampen "Superchance" blinken. Damit ist er dann betriebsbereit!
  Die Anzeigen (Münzspeicher/Sonderspielezähler) sehen "zerstört" aus: Ein/mehrere 4511-IC's dort sind defekt: tauschen.
  Beim Stecken in die Steckdose fliegt immer gleich der FI-Schutzschalter und/oder die Sicherung im Sicherungskasten heraus, oder es zischt und qualt aus dem Gerät, es riecht nach verbranntem Plastik und dann ging der Schutzschalter und/oder die Sicherung im Sicherungskasten heraus, und/oder die 220v-Sicherungen im Automaten-Netzteil (in den weißen Schraub-Einsätzen) brennen immer gleich durch. Dann ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einer der beiden Entstörfilter im Netzteil altersbedingt ausgefallen / ausgelaufen, s.o. bei Wartung/Reparatur
  Eine Sicherung 5V / 12V / 24V brennt nach Austausch und Anschalten sofort wieder durch Das liegt mittlerweile meistens an einem der dicken Kondensatoren im Netzteil, bei dem sich altersbedingt das Elektrolyt verflüchtigt hat und der nun einen satten Kurzschluss macht. Wenn man direkt nach dem Herausfliegen der Sicherung den Kondensator anfäßt, ist der meist auch noch warm. Zum nachmessen am Besten ein Bein ablöten und den Kondensator dann auf Durchgang prüfen. Wenn der sofort sagt 0 Ohm, dann ist der defekt. Der 24V-Kondensator ist der Linke von den 4 Großen, der zu den LEDs hin, bei mir ist der etwas kleiner als die anderen.
Um Sicherungen zu sparen kann man das Netzteil auch mit irgendeinem kleinen 12V Steckernetzteil auf Kurzschluss prüfen, die haben meist keine Sicherung:
- Den braunen Stecker abziehen! (damit ist der Trafo und der 220V-Kreis von der Platine getrennt)
- Masse des Steckernetzteils unten an einen der Kondensatoren klemmen
- Mit dem Plus des Steckernetzteils kurz (!) auf den Sicherungshalter (auf der Seite zur LED hin) tippen. Geht eine oder mehrere LEDs an, ist diese Spannung OK. Wenn nicht, und das funkt ein klein wenig, ist da noch irgendwo ein Kurzschluss.
Wenn ein Kondensator defekt ist, tausche ich immer gleich alle vier, die sind gleich alt und die anderen gehen sonst demnächst kaputt. Und wenn das Netzteil schon einmal aus dem Gerät ausgebaut ist, kann man auch überlegen, gleich den 220V-Entstörfilter austauschen, wenn der auch noch "original" ist (Wartung/Reparatur)
  Nach dem Anschalten läuft das Gerät nicht normal. Es sind nur irgendwelche Lampen an und/oder die Displays zeigen irgendwelche Werte und/oder der Motor und eine oder mehrere Scheiben laufen endlos durch Kabel/Stecker prüfen, das vom Netzteil kommend in Buchse A der CPU steckt (ca. unterhalb der Batterie).
Manchmal hilft (im ausgeschalteten Zustand des Automaten) Abziehen und neu Einstecken.
Der Stecker wird leider oft von einer auslaufenden Batterie getroffen und verrostet und hat dann nicht mehr richtig Kontakt.
Über diese Steckverbindung gehen alle Spannungen vom Netzteil. Ca. 8 leitungen davon sind "kritisch", d.h. wenn nur eine davon nicht richtig Kontakt hat, kommt es zu dem Fehler. Wenn man die Leitungen dann auf der CPU-Platine nachmisst, kommt oft nur ein Bruchteil, oder garnichts an (z.B. auch nur 2V statt 5V). Dies kann zu unvorhersehbaren Effekten und ev. auch zur Zerstörung von ICs führen.

Wie hier früher einmal angekündigt, hatte ich zwischenzeitlich versucht, geeignete Ersatzbuchsen zu finden, die auf die Stifte passen. Leider habe ich da nichts passendes gefunden.
D.h. es hilft in diesem fall dann nur, die Buchsen am Kabel mit einem geeigneten "Pieker", z.B. einer aufgebogene Büroklammer, zu bearbeiten und so wieder besseren Kontakt herzustellen.
  nach Münzeinwurf wird kein Geld aufgebucht, obwohl das Gerät nach dem Einschalten ganz normal startete, dann die Münzrelais klackten, und die Lampen am Münzeinwurf jetzt AN sind. Als erstes sollte man dann alle Kabel zu den Münzschaltern prüfen, ob irgendwo etwas ab ist.
Ansonsten könnte dann bei allen Geräten dieser Technik die Ursache ein defekter Münzschalter sein, den sollte man dann zunächst durchmessen. Das ist aber selten.
Ebenfalls bei allen diesen Geräten könnte sonst noch die PIO auf der CPU-Platine Teil-defekt sein. Um dies zu prüfen, die PIO-Beine 7, 8 und 9 messen: normalerweise haben die 5V, wenn ein Münzschalter betätigt wird geht mindestens eins davon auf 0V. Ist dies der Fall, ist die PIO wohl defekt.
Nur bei Jubilee/Gold/Juwel gibt es über den Röhren an der Lichtschrankeneinheit 5DM/2DM hinten sonst noch eine kleine Platine. Wenn der Münzschalter OK ist, und dennoch bei der PIO an 7,8,9 nichts auf 0V geht, könnte auch eines dieser ICs defekt sein.
  Diverse Flachbandkabel prüfen, die dickeren dürfen nicht hart geknicht werden dann brechen sie.
Steckverbindungen prüfen, ev. Kontaktproblem?

Drehschalter

Beim SuperChance soll es laut Handbuch hier eine Besonderheit geben: Nach Rückschaltung aus einigen dieser Drehschalterprogramme auf 0, und anschließendem Reset, leuchtet die Risikotaste: dann diese so oft betätigen, bis sie aus ist. (Ist bei meinem Gerät aber noch nie so aufgetreten!?)
Dreh- schalter Test  
0 Normalbetrieb  
1 Anzeige der nicht ausgezahlten Beträge. Beim "SuperChance": Anzeige der nachgeworfenen Münzen Löschen mit Rückgabetaste
2 Röhren auf voll setzen Wenn man das Gerät normalerweise ohne "Abfrage der Münzlichtschranken" betreibt, d.h. in Drehschalterstellung 7, gibt es jetzt ev. (z.B. bei fehlendem Lämpchen dort) eine Fehler 00.40. Das macht aber nichts, die Röhrenzähler werden trotzdem gesetzt, d.h. nach Rückstellung auf 7 ist dann alles wieder OK.
3 wie "2" + alle anderen Zähler auf 0 setzen Zähler auf 0 setzen durch Rückgabetaste
(s. auch Anmerkung zu "2")
4 -  
5 Anzeige gelöschter Beträge. Beim "SuperChance" ohne Funktion.  
6 -  
7 Keine Abfrage der Münzlichtschranken. Bei "Superchance" und "Crown" ohne Funktion  
8 Überprüfung der Ausgänge Weiterschalten mit Start/Risiko. Nur beim "SuperChance" und auch nur bei den Tests der Auszahlmagnete: 2 Sek. Start festhalten zum Weiterschalten
9 Gewinntest Gewinn per Hand an den Spielscheiben einstellen und Start drücken. Beim Superchance: nach "9" Reset drücken, dann Geld einwerfen. Nachdem die Scheiben alle gestoppt sind, wartet das Gerät. Jetzt kann man die Scheiben verdrehen. Dann Start drücken.

Sonstige vielleicht hilfreiche Hinweise zur Fehlersuche / Reparatur:


Auch wenn die PIO ganz fehlt, startet das Gerät normal und macht Pausenlicht-Lauflicht. Es gibt dann nur den Fehler 90 und es werden keine Münzen angenommen. Dann ist das CPU-Board aber soweit erstmal OK.


Bei 74er-ICs bezeichnen die mittleren Buchstaben nur spezielle IC-Eigenschaften (hohe Geschwindigkeit usw), die für diese CROWN-Geräte nicht relevant sind. Wesentlich ist nur die hintere Nummer.
D.h. Statt 74LS02 kann auch 7402 oder 74HCT02 usw. genommen werden.


Statt IC 74LS373 kann alternativ auch 74LS374 genommen werden


Statt IC 74C367 kann alternativ auch MOS-IC 4503 genommen werden


Das IC 7610 ist ein PROM, d.h. ca. so eine Art kleines EPROM. D.h. dort wurde vom Hersteller spezielle Logik-Funktionen eingebrannt.
Es kann daher nicht so einfach getauscht werden gegen ein leeres 7610 oder ein 7610 aus einem artfremden Gerät.
Das 7610 ist für die Adressierung der RAMs und EPROMs zuständig, d.h. wenn es fehlt oder defekt ist, geht nichts mehr auf dem CPU-Board.
Vermutlich kann man die dennoch zwischen CROWN/JUBILEE/GOLD/JUWEL tauschen, da diese die gleichen Speicher-ICs verwenden. Ein 7610 aus einem SUPERCHANCE wird dagegen wegen anderem Speicher wohl in diesen Geräten nicht funktionieren(?).
Diese PROMs gibt es praktisch nicht mehr zu kaufen, und aktuelle Brenner könnten sie auch meist nicht mehr brennen.
Leider wird es im Betrieb sehr heiß, so dass selbst die IC-Sockel etwas verschmort aussehen. Das ist aber wohl normal, jedenfalls ist das in allen mir bekannten Geräten dieser Technik so. Starke Hitze reduziert üblicherweise die Lebensdauer von Bauteilen deutlich, aber vielleicht sind die dafür ausgelegt?. Ich hatte jedenfalls noch nirgends ein defektes 7610. Oder Bergmann hat mit der Zulassungszeit der Automaten von 3-4 Jahren gerechnet, "ach was, solange halten die schon durch" ?
Zum Austausch müßte man das Prom auslesen, bzw. das Logik-Verhalten durchtesten. Dann könnte man vermutlich ein EPROM oder heutzutage Flash-IC programmieren und einen Adapter dafür bauen und dort statt 7610 einsetzen.



Bilder:





Aber dann kommt die Goldmaus:



Wenn es sich die gemeine crownige Goldmaus, hier oben ein besonders bösartiges Exemplar, in dem Gerät erst einmal gemütlich gemacht hat, dann sieht ein CROWN GOLD sehr schnell so aus:





Seitdem öffne ich Geräte, die der Verkäufer im Außenbereich gelagert hatte, und die vor Ort wegen fehlender Schlüssel nicht besichtigt werden konnten, erst einmal vorsichtig im Garten, bevor ich sie mit in die Wohnung nehme...

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