Bergmann-Technik Z80-2 (ca. 1984-199x)

 
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z.B. Royal No1, Victory, Glory, Corsar, usw...



Stand: 13.05.2021

Dieser Artikel ist mein Versuch, d.h. aus meiner Sicht als Automatensammler und Bastler, die in den Bergmann-Spielautomaten in zahllosen Geräten von 1983/84 bis in die 90er verwendete Technik und mögliche Fehler dieser Geräte zu beschreiben. Alle Angaben entsprechen meiner subjektiven Meinung, können unvollständig sein und eventuell sogar schlicht falsch. Falls Sie derartiges entdecken schreiben Sie mir das bitte, Vielen Dank!


Technik:


(Hinweis: die wohl letzten Geräte mit dieser Technik (Anfang 90er) weichen in einigen wesentlichen Punkten von dieser Beschreibung ab, so daß die Platinen zum Teil nicht austauschbar sind. (s. Technik 1992 (Z80-2-VDAI))<)br>
Die Geräte mit der "Technik 1984" sind von außen zu erkennen durch: einteiliges Glas, Münzauszahlungstaste OBEN GANZ LINKS (im Gegensatz zu den aktuellen Geräten mit der Technik Crown 1993, dort ist die Taste rechts beim Einwurf). Mit der "Technik 1984" wurde eine sehr sehr große Anzahl verschiedener Geräte ausgestattet. Der Spielablauf ist vollständig prozessorgesteuert.

Gehäuse:Es gibt bei dieser Technik zwei verschiedene Gehäusearten, die auch beide oben im Bild vertreten sind. Bei dem älteren sitzen die Tasten unten in einer Metall-Leiste, bei der neueren Variante geht die Glasscheibe bis unten und die Tasten sind im Glas montiert. Die neuere Front hat oben im Blech auch noch einen Ausschnitt für einen optionalen Geldscheinakzeptor oder eine zusätzliche "Sonderspiele"-Lichtanimation.

CPU: Das CPU-Board ist im Gehäuse links unten an der Seitenwand angebracht (Bild s.u.), darüber befindet sich die Reglereinheit.. Verwendet wird eine Z80 CPU mit den üblichen Peripheriebausteinen Z80-PIO und Z80-CTC. Die 2 PIO's sind zuständig für fast alles was von/zur Peripherie rein- und rausgeht, d.h. Tasten, Lichschranken, Auswerfer , Sound, usw. Die 2 CTC-IC's erzeugen u.a. die Impulse für die Spielscheiben-Stepper. Zwei 64k-EPROMs (genannt "A" und "B") beinhalten das (gerätespezifische) Betriebsprogramm. In einem RAM-IC kann die CPU variable Daten speichern. Bei den ersten Geräten dieser Technik war das Betriebsprogramm noch nicht so umfangreich, da reichte noch ein A=64k- und ein B=32k-EPROM aus. (A sitzt im oberen Sockel, B im unteren; Ein 32k-Eprom hat weniger Beine und muß "rechtsbündig" in dem zu großen B-Sockel stecken!) Die Fenster der EPROMs sind lichtdicht abgeklebt da sonst schon das Umgebungslicht sie früher oder später löschen würde. Die RAMs sind Akku-gepuffert, daher gehen die Daten dort auch nach dem Ausschalten nicht verloren. Welche Daten letztlich im Betrieb dort gespeichert werden ist Geheimnis des Herstellers.
Die Spannung des Akkus wird überwacht durch eine kleine Schaltung auf dem CPU-Board.
Weiterhin befindet sich dort noch der Taktgenerator für die CPU (und damit für das gesamte Gerät). Er besteht im Wesentlichen aus einem Quartz, 2 IC's (7474 + 7404) und Kondensatoren (liegt alles in Reichweite des Akku). Die CPU und die anderen Z80-Komponenten werden damit mit 2 MHz getaktet.
Das CPU-Board wird von der Reglereinheit mit 12V versorgt. Die für die IC's benötigten 5V erzeugt es sich selber durch einen 7805-Spannungsregler unten in der Ecke. Die meisten IC's auf dem CPU-Board sind gesockelt, so wie auch auf den anderen Platinen im Gerät. Damit kann man sie im Fehlerfall einfach (ev. testweise) tauschen.

Reglereinheit: Über der CPU befindet sich die Reglereinheit (Bild s.u.). Dort werden die vom Netzteil kommenden Wechselspannungen 5V, 12V und 24V je nach Verwendungszweck mehr oder weniger gut gleichgerichtet. 5 Dioden (sind immer alle an) zeigen an das die Spannungen und die Sicherungen OK sind.
Die Reglereinheit gibt es in mehreren Versionen, zum Teil ist dort die Belegung des Steckers zum Netzteil unterschiedlich ( = gibt Kurzschluß wenn man ein falsches einbaut!). Näheres hierzu s. u. unter "Wartung"/"Netzteil tauschen"

Netzteil: das Netzteil ist an der Decke des Gehäuses hängend montiert (links als grauer Würfel oder mittig in dunkelrotem Gehäuse). Es enthält nur einen Travo, der aus 220V die Kleinspannungen macht, zwei 220V-Sicherungen und einen Entstörfilter. Neuere Varianten haben eine von der Rückseite her zugängliche Kaltgerätesteckdose für das 220v-Anschlußkabel (wie beim PC üblich), bei der Mehrzahl der älteren Geräte sind die 3 Adern des Netzkabel direkt im Netzteil angeschlossen. Achtung: In diesen Fällen ist die Zugentlastung an der Kabeldurchführung leider etwas schwach geraten, d.h. zieht jemand stärker am Kabel kann dadurch im Netzteil der (dort gesteckte) Schutzleiter abgezogen werden und damit wirkungslos sein (ohne das man es bemerkt). Phase und Null sind im Netzteil über eine Lüsterklemme angeschraubt und damit diesbezüglich in der Regel nicht so gefährdet.

Antrieb: der Scheibenantrieb erfolgt durch Schrittmotore (Stepper) auf deren Achse direkt die Spielscheibe montiert ist. Die Stepper werden von der CPU mit Impulsen angesteuert. Bei jedem Impuls dreht sich die Scheibe um ein genau definiertes kleines Stück. Die Impulse werden in so schneller Folge an den Stepper geschickt das die Drehung fließend erscheint (wie bei einem normalen Motor).
Ein Stepper hat aber keine Startposition und kann der CPU auch nicht melden wo er gerade steht (z.B. direkt nach dem Anschalten des Gerätes). Damit die CPU trotzdem herausbekommt in welcher Position die Scheiben gerade stehen ist an der Rückseite der Scheibe ein Stift angebracht der in einer bestimmten Position eine Lichtschranke unterbricht. Dieses ist für die CPU dann die "Nullstellung", und sie weiß (z.B. an Hand einer gespeicherten Tabelle) wieviele Schritte des Steppers von dort aus nötig sind zu jedem beliebigen Feld auf der Scheibe.
D.h. die CPU weiß erst nach der ersten Umdrehung wo die Scheiben stehen. Dies ist auch der Grund warum einige Drehschalter-Testprogramme zuvor mind. ein normales Spiel fordern.

Eine "Gewinnabtastung", d.h. ein Auslesen der Scheibenstellung erfolgt nie. Die soll-Scheibenstellung wird von der CPU (vermutlich wirklich zufällig) ermittelt, und erst danach dann die Scheiben so hingedreht, wie wir sie dann sehen. Wenn es dabei ein Problem gibt, z.B. das Drehen durch irgendetwas nur leicht behindert wird, merkt die CPU davon nichts mehr. Es werden dann andere Gewinne gegeben als angezeigt, s. auch bei den Fehlerlisten unten.

Schrittmotor-Treiberplatine: Es gibt hiervon mehrere Versionen, z.B. s.u. in den Bildern. Sie befindet sich bei Scheibengeräten direkt unter den Schrittmotoren, bei Walzengeräten darüber. Ältere Geräte arbeiten hier mit Lastwiderständen die im Betrieb sehr heiß werden, das ist normal. Bei neueren Geräten befindet sich hier auch der Druckeranschluß (6pol-Din-Rundbuchse oder üblicher 5pol-Platinen-Stecker), bei älteren Geräten (ca. um 1986) muß man zunächst den Stecker des Münzrückgabe-Tasters abziehen und kann dann dort den Drucker anschließen. Noch ältere Geräte (ca. vor 1986) haben keine Ausdruck-Möglichkeit.

Displayplatine: (An der Tür über den Scheiben) Dort befinden sich nur Display- und Lampentreiber, angesteuert durch die CPU. Es gibt auch hier mehrere Platinenversionen, z.B. mit 2 oder 3 Display-Blöcken.

Tableauplatine(n): Auf dieser Platine(n) an der Tür unten auf dem Tableau befinden sich neben Multiplexer-ICs, Lampentreibern (L203B=ULN2003A) und ev. jeder Menge Lämpchen (24V/2W) auch der Service-Drehschalter und die Test-Schalterreihe. Angesteuert/ausgewertet wird alles direkt vom CPU-Board

Münzeinheit: Im Gerät rechts befindet sich die Münzeinheit. Die Münzeinheit wurde im Laufe der Zeit mehrfach überarbeitet, d.h. es gibt auch hier verschiedene Platinenversionen usw.
Im wesentlichen kann man 2 Typen unterscheiden: (Bilder s.u.)

1. mit mechanischem Münzprüfer: Ganz oben an der durchsichtigen Münzführung befindet sich bei den Geräten innen eine Lichtschranke als "Fadenfalle" (abschaltbar über einen der Testschalter). Darunter durchläuft die Münze dann einen von zwei mech. Münzprüfern, beide mit Sperrmagneten. Die Aufzählung erfolgt wiederum darunter in der Lichtschrankeneinheit. Die Elektronik auf der Platine auf der Lichtschrankeneinheit leitet die Münzimpulse zunächst an die Münzeinheit-Platine (seitlich an der Münzeinheit - mit LED-Anzeige ob R leer). Dort laufen auch alle anderen Anschlüsse der Münzeinheit zusammen und gehen von dort zur CPU.
Von dieser seitlich angebrachten Platine gibt es zwei Versionen, eine "einfache" nur mit normalen ICs, und eine "kompliziertere" mit 2 EPROMs. Über letzteres muß man nicht erschrecken, die EPROMs enthalten nicht wirklich ein Programm, sondern werden nur als "dicke Logik-ICs" verwendet, d.h. die reagieren nur Und/Oder-mäßig auf die LED-Zustände der (nun 8) Münzlichtschranken. Der Inhalt beider EPROMs ist identisch, d.h. die EPROMs kann man aufd er Platine austauschen.
Auch die beide Platinenarten müßten austauschbar sein, wenn man gleichzeitig die Lichtschrankeneinheiten tauscht. Ausprobiert habe ich das aber noch nicht!

2. mit elektronischem Münzprüfer: Die "Fadenfalle"-Lichtschranke ganz oben innen in der durchsichtigen Münzführung ist außer Funktion (nicht angeschlossen), da dies der EMP darunter miterledigt. Der EMP ist mit einem parallelen Kabel mit der Münzeinheit-Platine (seitlich an der Münzeinheit - mit LED-Anzeige ob Röhren leer) verbunden. Der EMP erledigt darüber auch die Aufzählung, daher sind die Lichtschranken darunter nicht erforderlich und sind daher ebenfalls nicht angeschlossen. An der Münzeinheit-Platine laufen alle Anschlüsse der Einheit zusammen und gehen von dort zur CPU.

In beiden Fällen verfügen die Münzröhren unten je über einen mech. Schalter zur Kontrolle ob (noch) Münzen in der Röhre sind. Unten an jeder Röhre befindet sich ein Auswerfer. Die Ansteuerung der Auswerfer erfolgt jeweils über Masse, +24V liegen dort permanent an.
Eine Auswurfkontrolle (d.h. ob wirklich Münzen ausgeworfen wurden) gibt es nicht.

Lüfter: Oben links befindet sich ein Lüfter um die im Gerät erzeugte Wärme nach Außen abzuleiten. Dieser Lüfter sollte immer laufen und auch merklich Luft nach Außen blasen, sonst besteht die Gefahr das sich Bauteile überhitzen und zerstört werden. Im Originalzustand sind CPU und Reglereinheit zur Gerätemitte hin jeweils mit einer Plastikplatte verschlossen, wodurch die dort erzeugte Wärme direkt über den Lüfter abfließen kann. In einigen Geräten wurde zusätzlich noch ein Leitplastik um den Lüfter herum eingesetzt so das dieser den gesamten Luftstrom aus dem Gerät immer durch die CPU- und Regler-Einheit saugt.

Vorsicht 220V!: Das Netzteil, die Leuchtstoffröhre, der Starter dafür und ev. noch weitere Komponenten laufen mit 220V! Deshalb ist es sehr wichtig das der Schutzleiter (Gelb/grün von der Steckdose) auch wirklich (noch), so wie vom Hersteller vorgesehen, mit ALLEN Metallteilen des Gerätes verbunden ist. Im Gerät wird der Schutzleiter als nicht-abgeschirmtes flaches Kupferkabel oder grün-gelbe Einzelader weitergeleitet.


Wartung/Reparatur:

Sicherheitshinweise: Einige Teile im Gerät stehen im Betrieb unter 220V (s.o.)! Reparaturen an spannungsführenden Teilen sollten nur durch den Fachmann erfolgen. Ziehen Sie vor jedem Öffnen des Gerätes den Stecker aus der Steckdose. Prüfen Sie nach jedem Eingriff in das Gerät und bevor Sie es berühren ob Gehäuseteile unter Spannung stehen. Das Gerät darf nur verwendet werden an Steckdosen die mit Schutzleiter versehen sind! Alle Metallteile im Gerät müssen mit dem Schutzleiter verbunden sein! Verwenden Sie zusätzlich einen FI-Schutzschalter, die sind z.B. auch als Zwischenstecker für die Steckdose erhältlich und deutlich billiger als Ihre Beerdigung.

Handbuch: Auch wenn Ihnen das zu Ihrem Gerät passende Handbuch vorliegt bedeutet das nicht das die Schaltbilder auch tatsächlich den Gegebenheiten in Ihrem Gerät entsprechen. Viele der mir vorliegenden Handbücher haben (zum Teil wesentliche) Abweichungen in den Schaltplänen gegenüber der tatsächlichen Schaltung. Dies behalten sich die Hersteller in den Handbüchern im Kleingedruckten in der Regel auch ausdrücklich vor. Das Handbuch ist dennoch natürlich erste Wahl um das Schaltungsprinzip zu verstehen und für die Fehlersuche, bevor es an's Löten geht messe ich dann aber lieber immer nach ob ich auch wirdlich den richtigen Punkt/Anschluß zu fassen habe.

Ersatzteile: Die günstigste Variante der Ersatzteilbeschaffung ist, sich ein zweites weitgehend baugleiches Gerät z.B. über EBay zu beschaffen. Es werden dort zwar nicht mehr häufig welche angeboten und wenn dann zu "Mondpreisen", aber mit etwas Geduld und Glück ist dort doch noch so ein günstiges Gerät zu finden.
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, das auch das zweite Gerät defekt ist, wird der Fehler dort (und damit die defekten Bauteile) in der Regel ein anderer sein oder zumindest nicht in gleicher Stärke auftreten.
Neu beschaffen sollte man sich einige Z80-PIO-IC's, die sind/gehen gerne 'mal kaputt, und bei einer gebrauchten PIO weiß man nie ob sie nicht (zumindest teil-) defekt ist. PIOs gibt es aber scheinbar nicht mehr im "regulären" Elektronikhandel, da muss man ggf. und mit der üblichen Vorsicht auf ebay ausweichen.
Ich habe auch immer einige neue ULN2003A liegen, die werden in diesen Geräten überall als Lampentreiber benutzt und sind auch gerne 'mal durchgebrannt.
Und natürlich schadet es auch nicht, immer ein paar passende Lämpchen (s.u.) liegen zu haben.

Aus 2 mach 1 / Teiletausch: Vor jedem Tausch von Teilen zwischen 2 Geräten dieser Technik sollte man unbedingt prüfen ob die Teile passen: Die Gehäuse weichen zum Teil in den Maßen (!) voneinander ab, z.B. kann eine Tür 2-3 cm breiter sein als das Gehäuse des anderen Gerätes, oder die große Geldauswurfschale unten ist zu schmal/zu breit usw. In diesen Fällen müßten dann auch die Glasscheiben unterschiedlich groß sein (habe ich aber noch nie probiert/ausgemessen). Bei der Elektronik vor dem Tausch unbedingt prüfen ob die Platinen-Nummern gleich sind. (s. auch unten die Platinenliste)
Praktisch baugleich sind immer Geräte aus beieinander-liegenden Baujahren, so sind z.B. No1, Victory, Glory, Corsar und Supermax innen zu fast 100% gleich. No1 und Glory haben aber z.B. trotzdem unterschiedliche Gehäusemaße(!).

Sicherungen: Wenn das Gerät garnichts mehr sagt (oder nur die Neonröhre brennt) ist vielleicht eine Sicherung defekt. Zum Austausch dürfen nur Sicherungen mit den vom Hersteller jeweils vorgesehenen Werten verwendet werden. Der genaue Wert steht am Gerät bei der Sicherung oder im Handbuch. Der HAPPY STARS verwendet z.B.
im Netzteil: (im Fehlerfall geht nichts mehr, auch nicht die Neonröhre)
2 Sicherungen 3,15A-träge im Netzteil ,
auf der Reglerplatine: (wenn defekt ist dort mind. eine LED nicht an) 1 Sicherung 6,3A-träge für die 24V-Lampen,
1 Sicherung 6,3A-träge für die 12V-Schrittmotoren
1 Sicherung 3,15A-träge 5V (Elektronik)

Lämpchen: Bergmann verwendet überall Glassockelbirnen mit 24V 2W.
Wenn eine Birne schon gräulich oder schwärzlich aussieht, und man das nicht abwischen kann, sollte man die tauschen auch wenn sie noch brennt: die ist dann von innen verrußt, wird damit schnell viel heißer als klare Birnen (Da verbrennt man sich sofort die Fínger!) und beschädigt damit früher oder später die Glasscheibe, das umgebende Plastik und/oder die Platine, in der sie steckt!

Funkentstörfilter/Netzfilter tauschen? : Nach geltendem Gesetz (EMVG) war und ist auch in Spielautomaten ein Funkentstörfilter im Netzteil erforderlich, um Funkstörungen beim Betrieb des Gerätes auszuschließen. Dieser Filter ist nur zu diesem Zweck vorhanden, der Automat liefe auch fehlerfrei ohne ihn. Der Netzfilter besteht in der Regel aus zwei Kondensatoren und einer Spule und ist im Netzteil in die 220V-Leitung zwischengeschaltet. Es gibt verschiedene Bauformen, meistens sind alle Bauteile in einem Blechgeäuse verbaut und eventuell vergossen.
Leider haben Kondensatoren die Eigenschaft zu altern. Das würde dann dazu führen, daß die Kondensatoren kurzschließen und die Sicherung herausfliegt. Nach wievielen Jahren dies passiert, ist nicht vorhersehbar. Bei Geräten mit dieser Technik ist das bei mir aber noch nie aufgetreten, bei älteren und auch neueren Technik-Arten dagegen regelmäßig.
Ich kenne zwar auch Automatenbesitzer, die, um ganz sicher vor solchen Störungen zu sein, den Entstörfilter entfernen und die Anschlüsse dann einfach überbrücken. Aber auch wenn das Gerät damit problemlos läuft, so entspricht das dann nicht mehr dem EMV-Gesetz!
In den Crown-Automaten der hier beschriebenen Technik ist ein Funkenstörfilter eingebaut. Er befindet sich im Netzteil in einem kleinen Blechgehäuse. Die 2 Eingänge und zwei Ausgänge sind Lötlaschen, an die die Drähte angelötet sind.
Arbeiten im Netzteil sollten grundsätzlich nur durch entsprechend ausgebildete Spezialisten erfolgen. Im Netzteil liegen die 220V aus der Steckdose an. Bei Fehlern besteht Lebensgefahr!

Lüfter / Lärmreduzierung Teil 1: Der Lüfter ist in der Regel nach 20 Jahren ziemlich verdreckt und laut. Wenn reinigen und ein Tropfen Öl auf die Achse (unter der Plastikkappe) ihn nicht wirklich leiser machen liegt wohl ein Lagerschaden vor und man kann ihn nur tauschen.
Statt dem Originallüfter mit 24V kann man auch einen guterhaltenen PC-Lüfter verwenden. Der benötigt z.B. 12V Gleichspannung, die gibt es im Gerät aber nirgends vernünftig. Dazu kann man dann ein kleines seperates (Stecker-)Netzteil nehmen (220V dafür liefert dann z.B. die Steckdose im Gerät). Ein Steckernetzteil paßt bei den meisten Geräten direkt in die in die Steckdose ohne beim Schließen der Tür irgendwo anzuecken. Mit einem 12V-Netzteil drehe mir die PC-Lüfter zu hoch / zu laut, deswegen verwende ich dort meist ein 6V- bis 7V-Netzteil, das ist dann deutlich leiser. (Was halt noch so an alten Netzteilen in der Bastelkiste herumliegt).

Akku tauschen/Taktgenerator/IC's im Umfeld : Auch wenn der Akku auf dem CPU-Board noch gut aussieht löte ich ihn immer aus, verlängere ihn mit 2 Drähten und befestige ihn außerhalb der CPU-Platine, damit er beim nächsten Auslaufen (reine Zeitfrage wann) das Board nicht mehr gefährden kann. Statt Akku kann man auch ein Batteriepack mit 3 normalen Mignon-Batterien verwenden, dann benötigt man in der Plusleitung aber noch eine Diode (1N4148 oder ähnlich), die Spitze/Markierung der Diode zeigt dann zum Board-Akku-Plus-Anschluß (beim IC 4093). Bei bereits ausgelaufenem Akku muß man auch die umliegenden Bauteile reinigen (Wattestäbchen/Brennspiritus) bzw. tauschen.
Die gehören z.B. zum Taktgenerator und früher oder später zerfrißt die dann die Säure. Bei stark angegrünten IC-Sockeln sind meist schon einige Beinchen durchgerostet ohne das man das sofort sieht, man merkt's aber spätestens daran das das Gerät völlig tot ist. (Nix Takt - nix CPU-Funktion). Damit ein neuer Sockel auch auf der Oberseite der Platine definitiv sauber Kontakt zu den Leiterbahnen hat löte ich die neuen Sockel immer "auf Stelzen" ein, d.h. erst zwei Stiftpfostenleisten (kann man dann gut auf beiden Platinenseiten verlöten) und dann auf die Pfosten den Sockel. Bei späteren (Folge-)Fehlern kann man dann auch gut die Leiterbahnen unter dem Sockel nachverfolgen/prüfen/messen.
Nach dem Austausch des Akku's ist natürlich das RAM gelöscht, bzw. in einem nicht sinnvollen Zustand. Schaut man sich danach z.B. mit dem Drehschalter die Zähler an (s.u.), dann steht da schon reichlich Unfug 'drin. Das Gerät selber stört das zunächst nicht sonderlich und es läuft weiter problemlos. Um Mißverständnisse zu vermeiden (z.B. Fehler weil das Gerät meint die Röhren wären leer) sollte man nach Akkutausch immer einmal in den verschiedenen Drehschalter-Stellungen alle Zähler löschen. (Bei den Fehlerzählern ist das leider etwas lästig die 32 Positionen einzelnd zu löschen, wenn man sich das spart nützen einem aber später diese Zähler zur Fehlerdiagnose nichts mehr!)

Bei älteren Geräten ohne Bonus-Features könnte man den Akku theoretisch auch ausgebaut lassen / weglassen und stattdessen dort den 5V-Batterieanschluss mit einem Draht mit 5V verbinden (z.B. vom oberen Kondensator-Bein neben dem 4093). Dann sieht die Batterie für die CPU immer "voll" aus.
Bei älteren Geräten geht es nach Batteriewechsel ja so zufällig wie zuvor weiter, d.h. das Spielverhalten ist ganz normal und damit wäre diese Lösung dort soweit OK.
Bei Ausschalten oder Stromausfall sind dann natürlich alle Gewinne und Sonderspiele usw. gelöscht. Auch die Fehlerzähler stehen dann immer wieder auf zufälligen Werten = sind nicht mehr aussagefähig, aber auch damit kann man leben.
Hat das gerät aber Bonusanzeigen, wie z.B. die "Verdoppelung" und die "Ausspielwiederholung" bei ROYAL NO1, dann sind die dann auch wieder jedesmal gelöscht und das würde mir dann gar nicht gefallen.
Neuere Geräte dieser Technik gehen nach Batteriewechsel meist zuverlässig in ein Hochgewinnphase, da wird wohl eine "Gewinnüberwachung" initialisisert oder so. Dies würde ohne Batterie dann ständig passieren = das wäre kein normales Spielverhalten und ein Weglassen der Batterie dort dann auch nicht wirklich brauchbar.

Schritt-Motore / Lärmreduzierung Teil 2:

Regel Nr. 1: Schrittmotore darf man NIE zerlegen, die werden dabei zerstört !

Schrittmotore werden im Werk in geschlossenem Zustand magnetisiert. Öffnet man sie, verlieren sie einen Großteil des Magnetismus und werden schwach.
Im Automaten bedeutet das, dass sie die empfangenen Impulse nicht mehr schnell genug umsetzen können, Drehimpulse "verschlucken" und deshalb dann an falschen Positionen stoppen. Es wird dann ein falsches Scheibenbild angezeigt, z.B. plötzlich ein Gewinn gegeben / bzw nicht gegeben, obwohl die Scheiben etwas ganz anderes anzeigen.

Bei den ersten Geräten mit dieser Technik wurden noch sehr schwere und relativ stark vibrierende Stepper eingesetzt. Werden die Schwingungen auf die Blechträger übertragen, wird der Motor laut. Bei Geräten mit großen Walzen werden die Vibrationen noch verstärkt durch das Schwingen der Walze. Vermutlich wird dies dort auch noch durch die relativ einfache Stepper-Ansteuerungselektronik verstärkt.
Heutzutage verwendet man deutlich komplexere Ansteuerungen, was die Motore heute deutlich ruhiger macht.

Das war seinerzeit aber keine falsche Sparsamkeit, sondern zu der Zeit gab es nichts Besseres, das war die modernste Technik. Diese Geräte haben alle die "Treiberplatine mit Lastwiderständen" (= "Keramiksärge" auf 2 Stelzen), s. z.B. ganz unten im Bild des Supermax.

Bei den neueren Geräten mit der "Technik-1984" wurden dann später aktuelle Motore verwendet und auch die Ansteuerung modernisiert. Diese Motore schwingen sehr wenig, sind damit leise und machen auch heute in der Regel noch keine Geräusch-Probleme.

Anders sieht das bei den großen alten Motoren aus: die werden mittlerweile altersbdingt gerne laut und erzeugen ein sehr störendes lautes "Singen/Sirren". Deshalb hier einmal etwas ausführlicher meine neuesten Erkenntnisse zu der Problematik:

Bisher machen nur folgende Schrittmotore häufig Lärmprobleme:


(Klicken für ein größeres Bild)

Zerlegt sieht so ein Motor so aus:
Den habe ich leider schon schwach = defekt und sichtlich bereits geöffnet erhalten, schade um den Motor. Aber vielleicht hält das Bild ja neugierige Menschen davon ab, ihren Motor zu zerlegen, dann ist er nicht umsonst gestorben ;-)


(Klicken für ein größeres Bild)

Diese Motore wurden z.B. verbaut in den ROYAL-NO1, -VICTORY, -GLORY, im JUBILEE SUPER, CORSAR und DORADO und vermutlich noch weiteren Geräten Anfang von der 80er.

Das laute Surren/Sirren entsteht durch die Motorvibrationen, wenn die sich direkt auf die Blechteile übertragen können.
Zur Entkopplung dienen eigentlich zahlreiche Gummipuffer im Bereich der Motore.
Diese Gummis sind nach den vielen Jahren aber verhärtet und übertragen jetzt die Vibrationen auf die Bleche und damit auf die Scheibe und nach Außen.

Scheibengeräte haben 4 Gummipuffer pro Motor, also insgesamt 12 Stück:

     Die Motorgummis haben die Maße:

     Außendurchmesser: 12mm
     in Einkerbung: 8mm
     Einkerbung ca 1-2mm Höhe
     Innenloch: 5mm
     Ich verwende dafür als Ersatz von Lapp die "Lapp Skindicht LA5" für die Motore.

Walzengeräte haben Puffer am Motor und zusätzlich noch welche am Walzenträger zum Entkoppeln des Trägers vom Tür-Innenblech:

Beim DORADO sind das 4 Gummipuffer pro Motor + 5 gleiche Puffer für den Walzenträger also insgesamt 17 Stück mit den Maßen wie oben.

Beim CORSAR sind das 4 Gummipuffer pro Motor, also insgesamt 12 Stück mit den Maßen wie oben.
Zusätzlich hat jeder der 3 Walzenträger beim CORSAR noch 5 Walzenträgergummis, also 15 Stück.

     Diese Walzenträgergummis beim CORSAR haben die Maße:

     Außendurchmesser: 11mm
     in Einkerbung: 8mm
     Einkerbung ca 1-2mm Höhe
     Innenloch: 4mm
     Ich verwende dafür als Ersatz von Lapp die "Lapp Skindicht LA4" für die Walzenträger beim CORSAR.

Solche Gummis gibt es z.B. im Elektronikhandel. So etwas nennt sich auch "Kabeldurchführung". Die muss aber aus Gummi = Kautschuk sein! Im Internet gibt es auch vieles, was genau so aussieht und die passenden Maße hätte, aber aus Hartplastik ist. Das wäre für unseren Zweck natürlich nicht geeignet, weil es die Vibrationen noch verstärken und das Gerät wohl noch lauter machen würde.

Bei den Motorgummis (und nur beim DORADO auch bei den Walzenträgergummis) befindet sich im Gummiring noch eine Metallghülse. Die verhindert, dass man die Schraube zu fest anzieht und das Gummi quetscht, was die Entkopplung verschlechtern würde.
Hier eine Hülse wo die alten harten Gummireste schon abgekratz wurden und einmal fertig mit neuem Motorgummi:



Alte Gummis sind nicht völlig zerbröselt und auch nicht ganz hart. Daher hatte ich die bisher nicht als Hauptverursacher für die Geräusche auf dem Plan und hatte eher auf die Motor-Kugellager als Lärmquelle getippt. An die kommt man aber ja nicht heran, ohne den Motor zu öffen. (Und damit wäre der ja zerstört s.o.)
Bisher hatte ich daher hier geschrieben, dass man gegen die Geräusche nichts machen könnte. Das war aber falsch !!

Wenn diese Motore laut sind, kann man meist durch Austausch der Gummis das Gerät wesentlich leiser machen!
Ich war wirklich überrascht, wie viel der Austausch dieser blöden kleinen Gummis bringt. Die Geräte hören sich fast an wie neu.
Hier einmal einige kleine MP4-Videos dazu:

     Ein unbehandelter recht lauter Corsar (eigentlich ein gepflegtes Gerät)
     Das gleiche Gerät mit neuen Gummis
     Ein jetzt sehr leiser Dorado mit neuen Gummis

Austausch der Gummis:

In einem Scheiben-Gerät ist das kein großes Problem und es gibt eigentlich nichts zu beachten:

Die Scheiben haben in der Mitte unter der Rändelschraube einem Gummibereich, mit dem Sie auf der Achse sitzen. Dadurch federn Sie etwas nach beim Stoppen, was wohl nur der Optik dient.
Die Spielscheiben kann man abziehen wenn vorne auf der Achse die Rändelschraube gelöst hat. Durch den Gummibereich sitzen die etwas fest, am Besten mit den Fingern hinter die Scheibe und in der Mitte dann nach vorne drücken. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man die Spielscheibe verbiegt.
Die Hülsen in den Motorgummis sind bei den Scheibengeräten vom Motor aus gesteckt, das sollte man möglichst auch so beibehalten. Von Vorne ist dann als Gegenstück zu der Hülse noch eine Scheibe unter der Schraube. Die soll wohl auch die Gefahr bannen, dass ohne Unterelegscheibe der Motor samt Gummis und Schraube aus dem Blech nach innen gedrückt werden könnte.
Die Motormuttern haben Zollmaße (!) 9/32. Die Muttern bekommt man aber bei den Scheibengeräten aber auch leidlich gut mit einer Zange gelöst.

Bei den "Walzengeräten" wie dem CORSAR oder DORADO kann es etwas schwieriger werden die Gummis zu tauschen:

Das erste Problem ist oft, die Rotor-Walze heil von der Achse abzuziehen, nachdem man die Rändelschraube gelöst hat. Manchmal sitzt die dort sehr fest auf der Achse. Beim Abhebeln besteht die Gefahr, dass die Walze bricht, weil man am Plastik ansetzen muss. Das muss man daher sehr vorsichtig angehen. Vielleicht hilft dabei ein Tropfen Öl auf der Achse und das dann etwas einwirken lassen.
Beim Wieder-Einbau später sollte man die Motorachse leicht fetten, dann können die Walzen zukünftig leichtgängig abgenommen werden.
Notfalls kann man aber auch auf den Abbau des Rotors verzichten: die Walze hat freundlicherweise 4 Öffnungen, über die die Motorschrauben notfalls auch so zugänglich sind.

Der Motor steckt dann hier in einer Hartplastikhalterung. Dieses Plastikteil ist altersbedingt und vermutlich auch wegen der Vibrationen oft spröde und kann leicht brechen, deswegen muss man auch damit sehr vorsichtig umgehen.
Beim Lösen der Schrauben, mit denen diese Halterung am Blech befestigt ist, brechen oft dennoch die Gewinde heraus, so dass man die Halterung danach nicht mehr mit den Schrauben befestigen kann.

Die Motormuttern haben Zollmaße (!!) 9/32, also das Lösen am Besten garnicht erst mit normalen/deutschen langen Nüssen probieren. Halbwegs passende sind zu breit und das Plastik kann dann brechen. Ich habe dazu erfreulicherweise passende lange Zollnüsse vom Slotmaschine- und Flipperbasteln liegen, damit geht das ohne Gefahr für das Plastik. Vielleicht funktioniert das auch vorsichtig mit einer festen Spitzzange. (Die Muttern sitzen aber recht fest.)

Zum späteren Wiederfestschrauben des Motors am Plastikträger montiert man die Schraube am Besten andersherum, d.h. mit der Kreuzschraube innen und der Mutter nach Außen, das macht die Montage deutlich einfacher.
Die Hülsen in den Motorgummis sind im Origimal bei den Walzengeräten vom Plastik aus gesteckt, das sollte man auch so beibehalten.

Eine weitgehend heil abgeschraubte Halterung (auch wie hier mit gebrochenen Schraubengewinden) kann man weiterverwenden. Die Gummis sind hier schon neu:


(Klicken für ein größeres Bild)

Halterungen mit gebrochenen Gewinden befestige ich z.B. mit Lochbandeisen und Kabelbindern (2x150mm).
Ich habe auch Befestigungsversuche mit langen Schrauben und Muttern gesehen (z.B. M2 x 55 würde wohl passen, ohne das die den Rotor berühren). Beim Festschrauben ist dann aber meist irgendetwas weiteres an der Plastikhalterung abgebrochen, weil man mit den Schrauben schnell versehentlich zu viel Druck auf das Plastik erzeugen kann. Deswegen mache ich das lieber mit den Kabelbindern.
Wichtig ist immer, dass KEIN Teil der neuen Befestigungskonstruktion den Motor selber berührt, sonst würden die Schwingungen damit wieder übertragen auf die Bleche.
Eine Besfestigung mit Kabelbindern kann dann z.B. so aussehen:


(Klicken für ein größeres Bild)

Manchmal ist die Plastikhalterung durch vorherige Befestigungsversuche schon stark beschädigt und zerfällt dann ganz beim Ausbau.
Diese hier wird nur noch durch das Isolierband zusammengehalten. Da im Ringteil oben, wo der Motor befestigt wir, ein Stück fehlt, machen auch Klebe-Versuche keinen Sinn - das Plastik legt sich dort direkt an den Motor und die Entkopplung funktioniert nicht mehr, d.h. das wird damit zwangsläufig lauter. Diese Halterung muss man daher geeignet ersetzen.


(Klicken für ein größeres Bild)

Ich habe das dann z.B. so gemacht:
Basis ist in Stück Kunststoff ca. 1-1,5 mm dick und ca. 10x10 cm groß. Das darf nicht zu hart/zu spöde sein, damit das beim Bohren nicht splittert.
1. Darauf habe ich folgendes angezeichnet: Linien Ecke-zu-Ecke, dann von der Mitte aus 2 Kreise mit Radius 3cm und 3,3cm.
   Von den Schnittpunkten zwischen äußerem Kreis und den Linien dann je kurze 4 Kreisbogenstücke mit Radius 1,8cm.
2. an den blauen Punkten durchbohren mit ca. 2mm Bohrer
3. die äußeren blauen Punkten aufbohren mit 7mm Bohrer
4. mit einem Lochsägen-Bohrer mit 6cm Durchmesser in der Mitte das große Loch ausschneiden
Damit hat man dann eine passende Einbauplatte für den Motor.


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Ungefähr bei den roten Punkten sollte man die Unterkonstruktion anschrauben. Das ist möglichst dicht an der Motorbefestigung und vermeidet damit daß sich das etwas flexible Plastikstück selber aufschwingt. Im Original ist das auch ca. die Position der unteren Schrauben.

Die ganze neue Halterung inkl. der Plastikplatte muss möglichst genau 4,3 cm hoch sein. Als Stelzen habe ich hier gerade herumliegende Stücke von einer 4cm-Holzleiste genommen, und dann unter die Plastikplatte noch einige Unterlegscheiben gelegt für den dann noch fehlenden Millimeter. Eine "Stütze" benötigte bei mir unten dann noch eine größere Kerbe für die Kabeldurchführung. Nach Zusammenbau noch einmal prüfen: die Halterung und die Stelzen usw. dürfen nirgends direkt den Motor berühren.
Nicht super-hübsch, aber funktioniert:


(Klicken für ein größeres Bild)

Bei dem letzten CORSAR, den ich mit neuen Gummis ausgestattet habe, gab es eine Überraschung: hier sah eine Walze so aus:


(Jeweils klicken für ein größeres Bild)

Die Entkopplung wurde hier vom Hersteller in das Walzenträgerblech verlegt. Das Blech hat dazu zusätzlich 4 große Bohrungen erhalten für die Gummis mit hier jetzt kurzen Hülsen. Das Motorplastik wird dann durch die Gummis/Hülsen festgeschraubt.
Dafür fehlen zwischen Motor und Plastik die Gummis, das Plastik hat dazu ebenfalls 4 zusätzliche kleine Bohrungen erhalten.
Ich war erst skeptisch, aber auch diese Befestigungsart ist mit neuen Gummis genauso leise.
Der Vorteil für den Hersteller war hier wohl, das die kurzen Hülsen wie bei den Scheibengeräten verwendet werden konnten. Für uns sehe ich aber Nachteile: Der Motor arbeitet direkt auf dem Plastik, daher ist bei mir hier bei allen 4 Motorschrauben bereits das Plastik angebrochen. Auch die Befestigung des Plastiks am Trägerblech mit den Grobgewindeschrauben im Plastik erscheint mir nicht wirklich dauerhaft zuverlässig.

Motore austauschen: Es muß immer der gleiche Typ wieder verwendet werden, alte Crown-Motore gegen neue Crown-Motore zu tauschen geht nicht! Bei meinen früheren Versuchen zur Lärmreduzierung lag es zunächst natürlich nahe, die alten Stepper gegen leisere aus den neueren Geräten zu tauschen. Anschlußseitig ist dies mit einem Adapter möglich, die neueren verbrauchen weniger Strom, und können daher auch der Schaltung nicht schaden. Offensichtlich paßt aber die Ansteuerung/Taktung nicht, ein Motor-neu dreht nur eine halbe Drehung sauber, dann zittert er nur noch, das ist bei Steppern ein Zeichen einer zu schnellen Ansteuerung durch die Software.
Dies belegte auch mein zweiter Versuch, eine komplette Motoreinheit eines neueren Crown in einen alten einzubauen: nach brücken verschiedener Pins an der Stromzuführung auf der neuen Motorplatine ist dies grundsätzlich möglich, die Motore laufen dann aber garnicht an, sondern zittern nur, d.h. die Ansteuerung duch die CPU ist auch in diesem Fall nicht kompatibel.

Eine irgendwo fehlende Schmierung beim Antrieb ist bei Steppern fast ausgeschlossen, da die Achsen im Motor in gekapselten Kugellagern laufen und sonst dort nirgends Reibungspunkte bestehen. Bei defekten Kugellagern kann man nichts machen, da der Motor beim Öffnen zerstört wird (!), s.o.. A

Dummerweise haben die Motore auf der Rückseite in der Mitte für die Achse ein Loch, was manchen Zeitgenossen dazu verleitet dort erstmal Öl einzufüllen. Solange dies in Maßen geschah, ist aber selbst das unerheblich. Es hat nichts genützt, aber es schadet/bremst auch nicht dramatisch, selbst wenn es später verharzt.

Netzteil austauschen: Die ersten Netzteile (dunkelrote Blechbox) und Regler (blaue Platine 82027) dieser Technik haben jeweils einen 15Polige Stiftpfostenanschluß und sind mit einem 15poligen Kabel verbunden. Im Laufe der Zeit benötigte man wohl einen stärkeren 12V-Anschluß, so dass die nächste Generation Netzteile (weiterhin dunkelrote Blechbox) und Regler (nun rote Platine) jeweils 16 Anschlüsse haben und enstspr. ein 16-Poliges Kabel. Das Netzteil wurde später in auch einen grauen Bleckwürfel oben links in die Ecke des Gehäuses eingebaut. Die letzten Geräte dieser Technik verwenden noch eine weitere 12V- und Masse-Ader, dazu wurden die vorher nicht genutzten Leitungen (am Regler) 12 und 15 genutzt. Bei meinem Gerät sind die dazu auf der Reglerplatine mit einer Drahtbrücke verbunden mit 1oder2 und 6oder7.

Die Netzteile sind alle abwärtskompatibel. Beim Übergang von 15pol auf 16pol wurde nur eine Leitung vor die 1 eingefügt. D.h. man kann an einem neueren Netztei alle Reglertypen verwenden. Will man einen 15pol-Regler an einem 16pol-Netzteil betreiben, muß der 15pol-Stecker in das Netzteil rechtsbündig (Automat steht, Netzteil ist eingebaut) gesteckt werden, so dass links ein Stift freibleibt. Beim dunkelroten Netzteilgehäuse ist das etwas tückisch, weil man die seitliche Pfostenleiste nicht einsehen kann. Steckt man den falsch linksbündig, erzeugt dies beim Anschalten einen Kurzschluß, und eine der Sicherungen im Netzteil brennt durch. D.h. wenn man die Kabel gelöst hatte, und nach Wieder-Zusammenbau nun ständig die Sicherung herausfliegt, hat der Automat vielleicht einmal ein neues Ersatz-Netzteil erhalten und der Stecker steckt nun falsch.

Glasscheiben reinigen: Reinigen kann man nach meiner Erfahrung die Scheiben von innen ohne Verluste mit Wasser und wenig Spülmittel und einem weichen Tuch. Bei starker Nikotinverschmutzung greife ich aber auch zu Glasreiniger. Da ist aber höchste Vorsicht geboten denn der greift bei zu intensiver Benutzung die Farbe an. Auf keinen Fall darf man scharfe Mittel verwenden für alle getönten Partien der Scheibe (z.B. Münz-/Serienanzeige). die Tönung wischt man sonst schon beim ersten Versuch schlicht weg oder sie wird häßlich milchig und unscharf.


Schlösser austauschen: Früher gab es die immer noch öfter gebraucht bei Online-Auktionshäusern, aber mittlerweile ist dort kaum noch etwas im Angenot, und wenn, dann auch nur recht teuer. Da ich dazu regelmäßig Anfragen erhalte, habe ich einmal recherchiert: Solche Schlösser nenne sich "Druckzylinderschloß", und man kann sie in den verschiedensten Maßen und bei verschiedenen Händlern neu kaufen. Genaue Quellen für passende Schlösser habe ich aber nicht. Ich habe noch keine neuen Schlösser benötigt. Meine Geräte müssen nicht zwingend abgeschlossen sein, daher kann ich auch mit aufgebohrten Schlössern, die man danach dann mit einem Schraubendreher öffnen und Schließen kann, gut leben.

Wo das Schloß ganz fehlt, kann man sich auch passende "Stöpsel" basteln, die innen in die Tür-Öse greifen und dann die Tür zuhalten. Wenn der kleine Heimwerker zugeschlagen hat, sieht das dann z.B. so aus:


Lautstärke-Korrektur bestimmter Klänge: Bei einigen Geräten um 1983 (z.B. Victory, Corsar, Glory) sind bestimmte Klänge deutlich lauter als die sonstigen Melodien im Spielablauf. Beim Corsar ist das z.B. die kleine Ausspielung bei einer Krone/einem Wappen, beim Glory die Gewinnannahme von Geldbeträgen usw. Was das seinerzeit sollte, weiß ich nicht, es nervt jedenfalls.
Um die Lautstärke anzupassen kann man ein kleines Poti in die Einzelader des verantwortlichen Lautsprechers zwischenlöten. Größe des Potis ca. 200 Ohm oder größer. Linkes oder rechtes Bein des Potis an das Kabel, das mittlere an die Lautsprecher-Lasche. Ob der linke oder rechte Lautsprecher für diese lauteren Sondertöne zuständig ist, muss man heraushören. Bei einigen Geräten ist es der Linke, bei anderen der Rechte.
Bei manchen Geräten lässt sich auch der Sound nicht leise genug einstellen: Dann so ein Poti zwischen das am linken Lautsprecher ankommende rote Kabel und die rote Lautsprecherklemme löten. Das rote Kabel zum rechten Lautsprecher dabei an der Klemme belassen. Das Poti regelt dann beide Lautsprecher gleichzeitig herunter.

Fehlersuche: Als erstes sollte man versuchen den Fehler einzugrenzen. Zeigt das Gerät eine Fehlernummer an (z.B. im Fehlerzähler) läßt sich an Hand der Tabellen unten die Quelle lokalisieren. Zeigt es keinen an, ist ganz tot oder resettet ständig sollte man zunächst sehen ob die CPU zumindest alleine läuft, d.h. alle Stecker bis auf den der Reglereinheit von der CPU abziehen, dann anschalten und schauen ob dann der LED-Test durchläuft. Ist dies der Fall ist das CPU-Board erstmal OK und man kann die einzelnen anderen Stecker nacheinander wieder aufstecken (natürlich Gerät vorher immer wieder ausschalten), und sieht dann ab welchem Stecker der Fehler wieder auftritt. Damit hat man dann zumindest schon 'mal die Peripherie-Einheit gefunden die Ärger macht.
Eventuell ist dort auch nur das Kabel gebrochen, das kann schon passieren wenn die dicken Flachbandkabel einmal stark geknickt wurden. In seltenen Fällen kann auch ein Stecker ein Kontaktproblem haben.

Während bei den ersten Geräten mit dieser Technik noch alle IC's gesockelt waren wurden das bei neueren Geräten immer weniger. Grund ist wohl das der Hersteller im Laufe der Zeit gemerkt hat das bestimmte IC's (fast) nie kaputt gehen, und daher aus Kostengründen auf die Sockel verzichtet hat. Bei der Fehlersuche gehe ich daher zunächst immer davon aus das nicht-gesockelte Bauteile OK sind und suche erstmal alles andere ab.
Die mit Abstand häufigste Fehlerquelle war bei mir bisher der irgendwann einmal ausgelaufener Akku und daraus resultierende Folgefehler auf dem CPU-Board. D.h. bei der Fehlersuche auf dem CPU-Board schaue ich mir erstmal die Bereiche um den ehemaligen Akku herum an, meist lag dort der Fehler. Gerne ist dort eine der dünnen Leiterbahnen durchgerostet, das sieht man unter dem Lack zum Teil nicht und merkt es erst beim Durchmessen der Leitungen (z.B. von einem IC-Bein zum anderen wo die Leitung ankommen soll).

Fehler: Im Rahmen der durch die Technik vorgegebenen Möglichkeiten erkennt die CPU Fehler im Betrieb und zeigt sie zusammen mit einem Piepton (kurz) in der Münzspeicheranzeige an und resettet dann. Die folgenden Aufstellung ist eine Zusammenstellung der entspr. Tabellen vom NO.1, MAXI, SUNNY, WINNER, SUPERMAX, CORSAR, ACTION und HAPPY STARS. Unter "Fehler usw./ohne Code" habe ich einige häufig bei mir aufgetretene Fehler zusammengestellt.


Fehlertabellen:


Selbsttest-Led auf CPU bleibt stehen vor, bzw. Gerät resettet ständig vor:

("vor 5. Blinken" bedeutet: es blinkt nur viermal, dann reset/piep, dann wieder von vorne)

  d.h. nicht bestanden: Abhilfe / zu prüfen
vor 1. Blinken EPROM Test Das bedeutet nur in ganz seltenen Fällen, dass eines der EPROMs defekt ist. Wenn die CPU nicht 'mal einmal blinkt, kann das natürlich auch andere Ursachen haben, z.B. sie läuft garnicht, wegen fehlendem Strom, defektem Takt (ausgelaufener Akku), Kabel ab oder anderen Gründen.
Insofern ist dieser Test nicht sonderlich aussagekräftig!
vor 2. Blinken RAM-Test  
vor 3. Blinken CTC1-Test Bei neueren CPU-Boards sind die CTC nicht mehr gesockelt was darauf schließen läßt das die Ausfallwahrsch. sehr gering war/ist! Deshalb zunächst Leiterbahnen im Bereich CTC/Akku prüfen, ev. durch Batteriesäure zerfressen. CTC sonst (testweise) tauschen (wenn gesockelt).
vor 4. Blinken CTC2-Test wie CTC1
vor 5. Blinken Akku-Test = Akku leer Akku tauschen. (s.u.) Wenn ausgelaufen: Platine reinigen. (Plus ist beim IC 4093)

Fehlerzähleranzeige nach Serviceschalter auf "7" und Reset: Die Nummer erscheint im Sonderspielzähler, die Anzahl der Fehler im Münzspeicher (Anzahl 0 bedeutet also: kein Fehler!) Weiterschalten mit Start, Löschen mit Rückgabe:

Fehlernummer Fehlerursache: Abhilfe / zu prüfen
0 Münze verklemmt oder Lichtschranke defekt Münzweg/Lichtschrankeneinheit prüfen, alle Kabel im Bereich des Prüfers und auch zur CPU hin prüfen, PIO1 (bei der Batterie) (testweise) tauschen, Elektronik bei der Münzprüfung (die mit den Röhren-voll-LEDs) prüfen
1 Zeittoleranz 1 überschritten bei -,10 ,,
2 ,, bei 1,- ,,
3 ,, bei 2,- ,,
4 ,, bei 5,- ,,
5 Fehler an den Lichtschranken ,,
6 Zeittoleranz 2 überschritten ??
7 (nur bei Geräten mit mech.MP, sonst nicht belegt)
Fehler an der Fadenfalle
prüfen/instandsetzen oder Abschalten mit Test-Schalter 7
8 Fehler an den Umlaufkörpern Schrittmotor-Treibereinheit prüfen, Lichtschranken an den Scheiben/Walzen prüfen, PIO2 (bei der Z80-CPU) testweise tauschen, Kabel zur CPU hin prüfen (wird gerne in der Tür eingeklemmt, ist ev. gebrochen)
9 nicht belegt  
10 (nicht belegt bei den ersten Geräten mit dieser Technik)
Fehler in/bei der Münzeinheit oder
Fehler bei den Lichtschranken
Ursache ev. Probleme bei der Stromversorgung auf der Münzeinheit-Platine, bei den Steckern und Kabeln dort, usw. (s. Auch unten bei den "Fehlern ohne Nummer": brummen, Sirene
11 (nicht belegt bei den ersten Geräten mit dieser Technik, z.B. No.1)
Akku leer
Akku tauschen (Plus ist beim IC 4093). Wenn ausgelaufen: Platine reinigen.
12-31 nicht belegt  

Service-Drehschalter


in Stellung Test  
0 Normalbetrieb  
1 Röhren auf voll setzen und Manko-Zähler anzeigen Löschen mit Rückgabetaste
2 gelöschte Münzvorlage anzeigen Löschen mit Rückgabetaste
3 Sonderspiel und Münzspeicher löschen Löschen mit Rückgabetaste
4 (nicht belegt bei den ersten Geräten mit dieser Technik, z.B. No.1)
Spielezähler usw. auslesen oder ausdrucken
ohne Drucker: Anzeige im Display
Ausdrucken mit Drucker: es muß eine Gerätenr. eingegeben worden sein
(s. auch Testschalter 2 unten)
Löschen mit Rückgabetaste
5 (nicht belegt bei den ersten Geräten mit dieser Technik, z.B. No.1)
Gerätenr. eingeben
Drucker-Taste drücken, Nr. über Start-Stop-Risiko eingeben
6 (nicht belegt bei den ersten Geräten mit dieser Technik, z.B. No.1)
Röhrenentleerung mit Drucker
Mit Start-Stop-Risiko die Münzsorte wählen, Auswurf dann durch Drucker-Taste
7 Fehlerzähler anzeigen (Bedeutung s. oben)
Löschen mit Rückgabetaste
8 Ein- und Ausgänge testen Weiterschalten mit Tasten
9 Münzeinheiten testen Münze einwerfen, wird gleich wieder ausgeworfen. Die Röhren müssen gefüllt sein.
9 Gewinne testen / (auch Test ob die Stepper funktionieren) Es muß ein Spiel vorher durchgeführt worden sein. Mit Start/Stop-Tasten Scheiben einstellen, linke Risikotaste löst den Gewinn aus. Bei Ausspielungen kann danach mit der rechten Taste eine interne Code-Zahl eingestellt werden (erscheint im Münzspeicher) die dann einer bestimmten Anzahl Sonderspiele entspricht. (D.h. Ausspielungen funktionieren so: die CPU erzeugt eine Zufallszahl, beim No1. z.B. zwischen 0 und 95, und sieht dann in der internen Tabelle nach welcher Anzahl Sonderspiele das entspricht. Beim No1. z.B. 0-31 = 3S, 32=100S, 33-56=5S, ...usw.)

Testschalter

  Funktion  
alle OFF Normalbetrieb  
1 ON (nicht belegt bei den ersten Geräten mit dieser Technik, z.B. No.1)
Servicelauf: 30Pf bleiben erhalten, Gewinne werden nach 1 sek. gelöscht
 
2 ON (nicht belegt bei den ersten Geräten mit dieser Technik, z.B. No.1)
beim Ausdrucken: Ausdruck von Sonderspielgewinnklassen und Gesamtgewinn
 
2, 3 ON Simulation 340000 Spiele in 30 Min (bei den älteren Geräten dieser Technik,z.B. No.1: 500000 Spiele) Bei den neuren Geräten: Servicedrehschalter in Stellung 4. Statistik-Anzeige/-Ausdrucken ist nach der Simulation möglich. Zähler werden durch ausschalten von 2 und 3 wieder gelöscht

Bei den älteren Geräten, z.B. No.1: Servicedrehschalter in Stellung 5 und Start und Rückgabe drücken. Dann Servicedrehschalter in Stellung 0 und Reset drücken, dann Start. Nach ca. 30Min ist der gewonnene Betrag in beiden Zählern oben abzulesen, z.B. 203 3465 = Anzahl gewonnene 0,10 DM. Löschen mit Servicedrehschalter in Stellung 5 und Rückgabe und Starttaste drücken.
4 ON Kredittaster (auf der Tableauansteuerung, bei älteren Geräten auf der Lichtschrankenplatine an der Münzeinheit) aktiv Zählt dann 30Pf, bei älteren Geräten 10Pf auf
5 OFF (nicht belegt bei den ersten Geräten mit dieser Technik, z.B. No.1)
Münzdaueralarm erlischt durch Gerät ausschalten oder Reset
 
5 ON (nicht belegt bei den ersten Geräten mit dieser Technik, z.B. No.1)
Münzdaueralarm erlischt nach 5 Sek.
 
6 ON Programmstart nach Einschalten/Reset um 60 Sek. verzögert  
7 ON (nicht belegt bei neueren Geräten mit elektronischem MP)
Fadenlichtschranke außer Betrieb
 
8 ON Einwurfbegrenzung: Annahme ab 90Pf oder weniger  

Fehler usw./ohne Code

  Fehler Abhilfe / zu prüfen
  Eine/mehrere Tasten (Start/Stop/Risiko) funktionieren nicht PIO auf dem CPU-Board (testweise) tauschen, Schalter durchmessen, Kabel zu den Tasten prüfen, Steckerverbindung auf dem CPU-Board prüfen (z.B.: gebrochene Lötstelle?)
  Nach Einschalten passiert garnichts, kein Piep, auch die LED auf der CPU bleibt immer aus Netzteil LEDs prüfen (ev. Sicherung defekt?).
Sind die LEDs dort OK, und es passiert trotzdem garnichts: Spannung auf der CPU-Platine messen (an den Drahtbrücken 5V/GND dort, links im Bild): Sind dort keine 5V, dann bekommt die Platine keinen Strom von der Reglereinheit, oder der Spannungsregler auf der CPU-Platine (unten rechts auf dem Kühlkörper) ist defekt.
Sind dort 5V vorhanden, ist meistens irgendwas am Taktgenerator (Bauteile neben dem Akku) defekt. Zur Eingrenzung kann man verschiedene Punkte nachmessen.
Um dabei nicht im Automaten herumkriechen zu müssen, kann man die CPU auch ausbauen und auf dem Arbeitstisch mit einem Steckernetzteil (ca. 13V-20V, muß nicht stabilisiert sein) versorgen. Die anderen Stecker bleiben leer:

Der LED-Test (5mal blinken) muß auch mit dieser Konstruktion funktionieren, sonst ist die CPU noch nicht wieder heil.
Taktgenerator nachmessen (Voltmeter auf Gleichspannung):
- Am Widerstand (Pfeil im Bild unten): OK wenn ca. 2,2V. Wenn fast 0 oder mehr als 4, dann kommt kein Takt, dann:
- alle Leitungen auf der Platine in der Gegend des Akkus auf Durchgang prüfen, insbesondere die, die deutlich dunkler (unterm Lack verrostet) sind
- ist einer der 3 kleinen Kondensatoren dort beschädigt? Die sind nötig für den Takt!
- wenn die ICs in Sockeln stecken: sind die Sockel vielleicht zerfressen? Auf Durchgang messen.
- am IC 7404 (unten im Bild, Pin 1 ist rot markiert)messen: Es sollte sein
Pin1: ca. 1,75V
Pin2: ca. 1,4V
Pin5: ca. 2,0V
Pin6: ca. 1,6V
Nur wenn ein Wert deutlich abweicht (fast 0 oder mehr als 4) prüfen:
Sind die Werte Pin1/Pin2 und Pin5/Pin6 gegensetzlich, d.h. ca. 0V/5V oder 5V/0V? Dann ist der 7404 heil, aber irgendwas bei den Kondensatoren kaputt. Sind die Werte gleich hoch, 0V/0V oder 5V/5V, dann ist wohl der 7404 defekt.
Waren die Werte alle so im mittleren Bereich wie oben beschrieben, dann :
- am IC 7474 (der obere im Bild, Pin 1 ist rot markiert, Pin 8 ist dann oben links) messen:
Pin8: ca. 1,9V
Pin9: ca. 1,9V
Pin10: ca. 5,0V
Pin11: ca. 1,6V
Pin12 ca. 1,9V
Nur wenn ein Wert deutlich abweicht ist wohl der 7474 defekt.

Wenn der Takt offensichtlich OK ist:
Wenn man nicht weiß, ob das Gerät so schon einmal gelaufen ist: Stecken die ICs alle richtig herum? Ist die EPROM-Reihenfolge richtig?
Ist der Reset-Taster heil oder schließt der vielleicht immer?
Alle gesockelten IC's einmal testweise austauschen.
usw...
  Nach Einschalten piept der Automat nur / resettet dauernd Netzteil LEDs prüfen (ev. Sicherung defekt?).
Läuft der LED-Test auf dem CPU-Board durch, bzw. wie weit kommt er (bevor das Gerät wieder piept/resettet)?
Wenn LED-Test OK ist: bei Geräten mit mech. Münzprüfer: Ist die Lampe an der Lichtschrankeneinheit immer AN? (die muß immer brennen, sonst ist sie defekt und muß getauscht werden, sonst "hängt" das Gerät beim Starten!)
Ev. einmal alle Stecker (bis auf Reglereinheit) von CPU abziehen und dann anschalten usw.
Stecken die richtigen, d.h. zu dem Gerät passenden EPROMs, oder hat vielleicht der Vorbesitzer die CPU-Platine getauscht und "vergessen" die EPROMs umzustecken? (s.o. "Fehlersuche").
  Normaler Start nach dem Anschalten, dann aber nur sehr lautes Brummen Bei Geräten mit der neueren Lichtschrankeneinheit = OHNE große Glasssockelbirne oberhalb der Münzröhren. Der Start erfolgt ganz normal: 5mal blinken, Walzenlauf, Melodie. Dann aber nur noch: lautes Brummen aus den Lautsprechern. Wenn beim Start ein Serviceprogramm eingestellt ist, geht das absolut problemlos. Nur eben kein normales Spiel.
Dies passiert, bei Problemen rund um die Münzlichtschranken, wohl wenn mehrere Lichschranken gleichzeitig "unterbrochen durch Münze" melden oder ähnliches. Mögliche Ursachen:
Die Sicherung für die 24V ist defekt.
Die Münz-Lichtschranken sind defekt oder verdreckt oder in der Lichtschrankeneinheit sind Münzen verklemmt. Im letzteren Fall tritt das Brummen kurze Zeit nach dem Einwurf auf und kommt dann bei jedem Anschalten.
Oder das schmale Kabel von der Reglereinheit zur Münzeinheit ist ab oder unterbrochen.
Oder der Stecker zur Lichtschrankeneinheit ist ganz abgezogen, oder das Kabel dorthin ist defekt.
Oder auf der Platine oben an der Münzeinheit (mit den 4 LEDs, die den Röhrenfüllstand anzeigen) stimmt etwas nicht mit der Stromversorgung. Dort kommen über Stecker36 24V Wechselspannung an, die mit der dicken Diode dort, dem 7824 und dem dicken Kondensator für die Lichtschranken gleichgerichtet werden. Wenn die Spannung (geht dort u.A. zu den Lichtschrnken) dort zu gering ist, z.B. weil die Diode defekt ist, gibt es den Fehler. Wenn immer die Sicherung 24V herausfliegt, wenn die Platine oben an der Münzeinheit angeschlossen ist, kann der große Kondensator darauf altersbedingt defekt sein = der hat einen Kurzschluß. (s.u. Fehler "Sicherungen fliegen..."
  Die Sicherung(en) auf der Reglereinheit fliegen immer gleich wieder 'raus Haben die Sicherungen die richtigen Werte (s. Aufdruck auf dem durchsichtigen Plastikdeckel oder im Handbuch, z.B. s.o.)?
Fliegt die Sicherung auch 'raus wenn nichts am Regler hängt (d.h. alles abziehen außer Kabel zum Netzteil)? Wenn ja, liegt es wahrscheinlich am/an den Kondensator(en)oder am Brückengleichrichter. Wenn nur mit angeschlossenen anderen Platinen die Sicherung durchbrennt ist es oft der Brückengleichrichter.
Die großen Kondansatoren prüfen, ob einer altersbedingt defekt ist und einen Kurzschluß macht. Ist die Sicherung gerade eben herausgeflogen, ist der verursachende Kondensator meist merklich warm. Ansonsten zum Messen am Besten ein Bein ablöten und den Kondensator dann auf Durchgang prüfen. Wenn der sofort sagt 0 Ohm, dann ist der defekt. (Dauert das etwas, dann ist er wohl OK.) Wenn das an einem Kondensator liegt, würde ich gleich alle Kondensatoren tauschen, die sind gleich alt und die anderen gehen sonst demnächst kaputt.
Ev. ist auch einer der fetten Brückengleichrichter defekt. das ist aber eher seltener. Z.B. Wid. messen von Bein zu Bein, der Wert sollte bei allen Gleichrichtern ca. gleich sein, wenn einer (ev. nur zwischen 2 Beinen) deutlich abweicht ist der wahrscheinlich defekt. Als Ersatz kann man jeden Brückengleichrichter nehmen, der die Amperes abkann. Gemäß der Sicherung können da maximal 6,3 A kommen, also würde ich da einen 8 A oder 10 A Gleichrichter nehmen. Der muß dann von der Bauform nur noch irgendwie an das Kühlblech passen und irgendwie geeignet mit den Platinenpunkten verbunden werden können.
Wurde der Stecker am Netzteil gerade abgezogen und wieder aufgesteckt? Dann steckt der vielleicht falsch am Netzteil? Wenn der Stecker 16 Pins hat, das Kabel aber nur 15 Adern, muß das rechtsbündig dort stecken, d.h. links bleibt ein Stift frei.
Wenn immer die 24V-Sicherung herausfliegt kann das auch an einem altersbedingt defektem Kondensator auf der Münzeinheit-Platine (die mit den 4 LEDs, die den Röhrenfüllstand anzeigen) liegen. Der Kondensator macht dann einen Kurzschluss im 24V-Kreis. Ist dies der Fall, ist die Diode 1N4004 dabei durch den hohen Strom ebenfalls zerstört worden. (Die Sicherung fliegt bei 6A, die Diode kann 4A ab / s. eine Pos. höher "Brumm"-Fehler)
  Ständiger oder regelmäßiger Münzalarm (Sirene) ohne Anlaß / ohne Münzeinwurf Die Sirene bedeutet bei diesen Geräten immer "Münz-Manipulationsalarm", d.h. da wird eine ungültige Münzbewegung erkannt.
Auf der Platine oben an der Münzeinheit die LEDs für die Obere und/oder untere Münzlichtschranke (OL oder UL) prüfen: wenn die gelegendlich flackern, stimmt vermutlich etwas nicht mit der Stromversorgung, z.B. ist die Diode dort defekt. (s. auch die beiden vorstehenden Fehlerbeschreibungen)
  Eine Münzsorte fällt in die Röhre, wird aber nicht aufgezählt PIOs gegeneinander tauschen. Wenn nicht besser:
Prüfen ob die LEDs OL und UL kurz aufleuchten. Wenn eine zu lange an ist, wird ev. eine Zeittoleranz überschritten. Dann erhöht sich auch jedesmal der Fehlerzähler für Fehler 4. Dann die beiden 7414 auf der Münzeinheit-Platine (die Seitliche mit den LEDs für die Füllstände der Röhren) testweise gegeneinander tauschen. Wenn der Fehler wandert auf eine andere Münzsorte, ist einer davon defekt.
  Obwohl die Röhren leer sind, leuchtet an der Münzeinheit oben die LED für "voll" Stecker 15 an der CPU abziehen und Gerät einschalten: ist die Anzeige dann normal? Dann ist PIO1 (teil-)defekt.
(Durch den abgezogenen Stecker gibt das dabei dann vermutlich den "lautes Brummen"-Fehler, das ist dann aber ja zu erwarten / normal.)
  Einige Tableau/Risiko/usw. -Lampen sind immer an Ein Lampentreiber (ULN2003A = ULN2004 = L203B = xx203xx auf der Tableau-Platine) ist (teil-)defekt. Wenn man ein Handbuch hat kann man in den Schaltplänen nachsehen welches IC für welche Lampe zuständig ist. Ansonsten: auf der Platine wo die Lampe sitzt einzelnd immer eines der Lampentreiber ICs 'rausziehen, dann anschalten. Ist die Lampe dann aus ist das IC der Übeltäter.
(Die Lampen werden über den Masse angeschaltet. 24V liegen an der Lampe immer an.)
  Einige Tableau/Risiko/usw. -Lampen gehen nur manchmal an (z.B. im Risiko oder "Startautomatik"), bzw. bei schnellem Wechsel (z.B. Ausspielung) gehen einige scheinbar garnicht an Ein Lampentreiber (ULN2003A = ULN2004 = L203B = xx203xx auf der Tableau-Platine) ist (teil-)defekt. Wenn man ein Handbuch hat kann man in den Schaltplänen nachsehen welches IC für welche Lampe zuständig ist. Ansonsten: auf der Platine wo die Lampe sitzt einzelnd immer eines der Lampentreiber ICs 'rausziehen, dann anschalten (und ev. über Drehschalter auf "8" die Lampen durchschalten). Ist die Lampe dann immer aus ist das IC der Übeltäter
  Scheiben/Walzen laufen einmal durch, dann gibt es Fehler/Piep/Reset Eine oder mehrere Lichtschranken an den Scheiben/Walzen haben beim Drehen kein Signal gegeben. Lichtschranken prüfen, Kabel/Steckverbindungen dorthin. Unterbricht die Nase auf der Scheibe/Walze die Lichtschranke (oder sind die Lichtschranken vielleicht verbogen)?
  Eine/mehrere Scheiben/Walzen laufen nicht an Erstmal gegenchecken ob der Fehler wirklich da liegt: Wenn sich in Drehschalterstellung 9 die Scheiben einstellen lassen, d.h. drehen, liegt kein Fehler der Motore/Ansteuerung vor. Sonst: Auf der Motorplatine ist das IC 4093 zuständig für alle Motore und je ein 7474 für einen Motor. D.h. wenn alle nicht laufen 4093 tauschen, sonst ein/mehrere 7474. In den (zumindest meinen) Schaltplänen fehlt ein Bestückungsplan für die ältere Motorsteuerung, deshalb hier die Positionen:

(links - Mitte - rechts = wenn man sich die Tür von innen ansieht)
  Walzengeräte: die Walzen "flattern" und stoppen an der falschen Stelle, d.h. es gibt einen Gewinn obwohl das Bild dazu nicht paßt prüfen, ob das am Motor liegt oder an der Ansteuerung: die jeweils 2 Stecker umstecken zwischen z.B. dem linken und dem mittleren Motor: wenn dann der Fehler mitwandert, ist die Ansteuerung schuld, dann ggf. dort einmal ICs austauschen,s. Fehler "Walzen laufen nicht an".
Wenn weiterhin die mittlere Walze flattert, liegt der Fehler dort. Dann könnte der Rotor oder der Motor der Verursacher sein.
Die Rotoren sind über einen Gummipuffer an der Motorachse befestigt damit sie beim Starten und nach dem Stop etwas nachschwingen. Verhält sich dieser Gummipuffer zu "weich", schwingen sich beim Anlaufen die Walzen auf. Mit einer größeren Unterlegscheibe unter der Achsschraube läßt sich das Gummi etwas fester fixieren, das hat bei mir öfter geholfen.
Ist die Befestigung zu fest, so dass der Gummipuffer garnicht mehr wirkt, kommt der Motor auch "aus dem Takt" und die Walze dreht nur langsam mit merkwürdigem Geräusch.
Um den Motor definitv als Ursache auszuschließen, kann man zwei Motore samt Träger gegeneinander austauschen, und nur den Rotor dabei ummontieren.
Zu alte/harte Gummis unter den Motorschrauben führen auch zu stärkeren Schwingungen, auch dadurch kann sich dort etwas "aufschaukeln".
Früher hatte ich hier geschrieben, das Lockern der Motorschrauben könnte helfen. Das mag sein, eine bessere Lösung ist es aber, die Gummis gegen neue zu tauschen, das macht das Gerät üblicherweise auch deutlich leiser, s.o. bei "Wartung".
Wenn der Andruck der Tür an das Gehäuse zu stark eingestellt ist drückt die Rückwand-Halterung manchmal zu start an die Walzenträger. Auch dann schwingt sich manchmal eine Walze auf.
  Scheiben oder Walzengeräte: das Scheiben-/Walzenbild ist falsch und passt nicht zum gegebenen Gewinn Ursache können Kontaktprobleme am Stecker 26 der Motorplatine sein, oder das Kabel dorthin ist gebrochen / hat keine saubere Verbindung. Letzteres passiert gerne im Türbereich, wo es geknickt oder sogar eingeklemmt wird. Gerne läuft dann z.B. alles bei offnener Tür, bei geschlossener gibt es dann aber das Problem, oder umgekehrt.
  Bei Ausspielungen dreht sich eine Scheibe/Walze mit Im nächsten Spiel hat die sich dann wieder über die Lichtschranke synchronisiert, und die Walzenposition stimmte wieder. Alle anderen Funktionionen waren fehlerfrei. Die Leitung "Motorstromumschaltung" oder "Motor-Clear" zu den Motoren ist unterbrochen. Kabel von CPU zu Motorplatine prüfen, ev. ist dort nur die eine Ader gebrochen/unterbrochen. Letzteres passiert gerne im Türbereich, wo es geknickt oder sogar eingeklemmt wird.
  Eine Spielscheibe klackt bei jeder Drehung Das kann an der "Nase" hinten an der Spielscheibe liegen, wenn die beim Drehen die Lichtschranke leicht trifft. Das sieht man dann aber beim Drehen per Hand.
Leider liegt es bei den neueren Geräten dieser Technik oft am Motor. Es tritt gerne auch nur auf, wenn der Motor warm ist. Ich vermute, das ist ein leichter Lagerschaden dort. Das Klacken ist dann z.B. weg, wenn man mit dem Finger von hinten etwas auf die Motorachse drückt während der Motor läuft.
Das können wir aber nicht beheben, da wir die Motore nicht öffnen dürfen. Dann verlieren die Ihre Grundmagnetisierung und werden zu schwach!
Bisher ist das bei meinen Geräten auch noch selten und stört, wo es auftrtt, auch nicht sehr.
Eine Lösung zum Austausch von defekten/schwachen Motoren habe ich noch nicht. Ich habe auch noch nicht herausbekommen, welche Ersatzmotore man verwenden könnte.
  Display flackert und/oder zeigt Achten in halber Helligkeit, im Tableau sind zufällige Lampen an. dann kann der IC 4069 auf der CPU-Platine defekt sein (unterhalb der Batterie)
  Eine Ziffer im Display oben geht manchmal nicht oder garnicht. dann kann dort ein 4511 defekt sein: gegeneinander tauschen, wenn der Fehler an andere Stelle wandert ist einer defekt.
  Bei Geräten mit Bonusleitern: Direkt nach Batteriewechsel leuchten einige Lampen der Bomusleitern zufällig, obwohl die darunterliegenden Felder noch nicht aktiviert wurden. das liegt daran, das die RAM-Bereiche nach Batteriewechsel nicht automatisch gelöscht/initialisiert werden. Sie stehen dann auf zufälligen Werten, was sich dann auch so äußert.
Abhilfe: Testprogramm "500000 Spiele in 45 Minuten" einige Minuten Laufen lassen bis alle Lampen aus sind oder sinnvoll stehen.
Die anderen Programme "Zähler löschen" oder "Fehlerzähler ansehen" beheben das nicht. Nach Batteriewechsel sollte man sie trotzdem einmal aufrufen und löschen.
  Der Einwurffreigabemagnet/"Sperrmagnet" fällt immer zufällig wieder ab, auch wenn der Münzeinwurf eigentlich freigegeben sein sollte. Normalerweise ist der Einwurf nur gesperrt ab 15,00 Guthaben und während der Abbuchung der 0,30. Die Einwurflampe geht dann aus.
Klackert er auch dazwischen, obwohl die Lampe an bleibt, stimmt etwas bei der Ansteuerung nicht. Dieser "Sperrmagnet" wird angesteuert von PIO1 und dem dahintergeschalteten Leistungstransitor T5. Wenn der anziehen soll hat der PIO-Ausgang Pin31 5V und der Transistor schaltet dann 0v durch zum Magneten. Der andere Anschluß am Magneten hat immer 24V.
Beim CORSAR (und vielleicht auch bei anderen älteren Typen dieser Technik) kann man den Fehler auch ignorieren und den Magneten festbinden, so dass immer Münzen angenommen werden. Das Funktioniert dann drolligerweise auch oberhalb von 20,00 und ist dann unabhängig davon, ob die Einwurflampe an ist. Probleme, d.h. eine Fehlbuchung oder "Verschlucker" könnte es geben, wenn während einer Gewinn-ab- oder -aufbuchung eine Münze eingeworfen wird. Zu den Zeitpunkten wirft man aber üblicherweise kein Geld ein. Einen FehlerAlarm gibt es beim Corsar aber auch dann nicht.
  Die neue Batterie ist relativ schnell wieder leer bzw. der Akku entlädt sich schnell "Schnell" bedeutet: ein Akku ist nach einigen Wochen nicht-Nutzung des Gerätes leer oder das ersatzweise eingebaute Batteriepack hält immer nur einige Monate:
Die Batterie versorgt normalerweise bei ausgeschaltetem Gerät nur die RAMs mit einer Haltespannung.
Bei ausgeschaltetem Automaten Spannung an dem 5V-Testbügel messen, dort darf nichts messbar sein, sonst versorgt die Batterie zum Teil das ganze Board. Wenn doch: PIO2 abziehen. Ist dann die Spannung am Bügel weg, ist PIO2 defekt und schuld. (Ev. ist die als PIO1 aber noch brauchbar.)
  Der Sound / die Melodien hören sich anfangs übersteuert an Nach einigen Sekunden Melodie klingt das dann normal. Z.B. Risiko ist erst übersteuert, 2 Sek. später dann normal.
Den Effekt habe ich bei mehreren neueren Geräten dieser Technik. (Die Melodiegeschwindigkeit ist dort ja, wohl zur Umsatzmaximierung, erhöht gegenüber den älteren Geräten.)
Vorab: eine wirkliche Lösung habe ich dafür noch nicht. Es liegt definitiv bei mir nicht an dem Verstärker auf der Reglereinheit und auch nicht an den Lautsprechern. Die Spannungen sind alle stabil. Der Systemtakt ist korrekt 2 MHz.
Ein Austausch des 40H155 oder 74LS155 auf dem CPU-Board gegen einen (schnelleren) 74HC155 hat das Problem bei mir bei einem Gerät behoben, bei 2 anderen nur etwas verbessert. Das scheint also auch nicht wirklich die Ursache zu sein. Es scheint aber irgendwo/-wie am CPU-Board zu liegen

Sonstige vielleicht hilfreiche Hinweise zur Fehlersuche / Reparatur:


Auch wenn die PIOs ganz fehlen, startet das Gerät normal und macht den Blinktest. Danach geht es natürlich nicht ins Spiel, aber man weiß dann, dass die CPU soweit OK ist und läuft.
Ich hatte auch schon einmal den Fall, dass eine PIO so defekt war, dass sie den Adreßbus blockiert hat, und somit das CPU-Board garnicht lief / kein Leben (Blinktest) zeigte. Nach Entfernen der PIO lief der Blinktest dann sofort.

Gleiches gilt für die CTCs, die dürfen auch fehlen, und auch da muss der Blinktest normal anfangen. In dem Fall blinkt der aber nur zweimal, weil dann ja der Test 3 = CTC-Test fehlschlägt.


Bei 74er-ICs bezeichnen die mittleren Buchstaben nur spezielle IC-Eigenschaften (hohe Geschwindigkeit usw), die für diese CROWN-Geräte nicht relevant sind. Wesentlich ist nur die hintere Nummer.
D.h. Statt 74LS02 kann auch 7402 oder 74HCT02 usw. genommen werden.


Statt IC 74LS373 kann alternativ auch 74LS374 genommen werden.


Statt IC 74C367 kann alternativ auch MOS-IC 4503 genommen werden.


Statt MOS-IC 40106 im MSE kann alternativ auch IC 7414 genommen werden.


Z80-PIOs gibt es scheinbar im regulären Elektronikhandel, zumindest bei den großen Anbietern, nicht mehr zu kaufen. Da muss man dann mit entsprechender Vorsicht auf ebay ausweichen.


74HC155 gibt es scheinbar im regulären Elektronikhandel, zumindest bei den großen Anbietern, auch nicht mehr zu kaufen. Da muss man dann mit entsprechender Vorsicht auf ebay ausweichen.



Platinen:

In der folgenden Tabelle habe ich einmal alle mir bisher bekannten Platinen dieser Technik aufgeführt mit dem Verweis auf die Geräte in denen sie eingesetzt wurden.

Die Platinenbezeichnung ist offensichtlich sprechend, d.h. die ersten beiden Ziffern bezeichnen das Jahr in dem die Platine entwickelt/erstmals eingesetzt wurde, und man kann damit an Hand der jüngsten Platine im Gerät recht genau das Baujahr des Automaten bestimmen. Am Einfachsten sieht man das an der Tableau-Platine, die wird ja in der Regel für jedes Gerät neu entwickelt.

     Platinen-/Geräte-Tabelle als PDF (5KB)


Bilder:




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